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Kreis: Mitarbeiter ziehen in einstige Asylunterkunft

Für das Personal des Gesundheitsamts ist mehr Platz notwendig. Weitere Umzüge sind derzeit aber nicht geplant. Am Montag meldet der Kreis 91 neue Nachweise.

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen hat seinen Sitz in Mittweida. Dort ist Platz für weitere Mitarbeiter nötig. Daher sind bereits Beschäftigte anderer Bereiche umgezogen.
Das Gesundheitsamt Mittelsachsen hat seinen Sitz in Mittweida. Dort ist Platz für weitere Mitarbeiter nötig. Daher sind bereits Beschäftigte anderer Bereiche umgezogen. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Mitarbeiter des Bereiches Straßenverwaltung haben am Standort des Landratsamtes in Mittweida Platz gemacht für das Personal des Gesundheitsamtes. Kreissprecher André Kaiser bestätige am Montag entsprechende Medienberichte.

Demnach sind die Mitarbeiter von Mittweida nach Rossau umgezogen und arbeiten dort nun in Büroräumen, die sich in einer ehemaligen Asylunterkunft befinden. Der Umzug sei bereits im November erfolgt, informierte Kaiser.

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Nachdem die Einrichtung in Rossau aufgrund der zurückgehenden Zahl an Asylbewerbern nicht mehr als Unterkunft benötigt wurde, wurde diese geschlossen. Ansässig sind in dem Objekt aktuell zudem auch Mitarbeiter aus dem Bereich Asyl.

Obwohl knapp 80 weitere Mitarbeiter zukünftig das Gesundheitsamt verstärken sollen, seien derzeit keine weiteren Umzüge geplant, äußerte sich der Kreissprecher. "Aktuell laufen die Vorbereitungen für weitere Mitarbeiter, wie Technikaufbau", sagte Kaiser. Hierzu werde es noch einmal eine gesonderte Information vom Landratsamt geben.

Wieder mehr Patienten im Krankenhaus

Seit Sonntag sind dem Gesundheitsamt Mittelsachsen insgesamt 91 neue positive Testergebnisse vorgelegt worden. Das geht aus der aktualisierten Statistik des Landkreises hervor.

Die meisten neuen Nachweise gab es demnach im Bereich Mittweida (+62/3.737). In der Region Freiberg wurden 15 neue Fälle registriert (4.621), im Bereich Döbeln 14 (1.576).

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Deutlich gestiegen ist am Montag die Zahl der Corona-Patienten, die in einer der mittelsächsischen Kliniken behandelt werden müssen. Aktuell sind 193 Betroffene in stationärer Behandlung, 14 mehr als noch am Sonntag. Von den Patienten müssen derzeit 21 beatmet werden, am Sonntag waren es 18.

In der Leisniger Helios-Klinik werden derzeit 39 Erkrankte behandelt, wie aus der Tagestatistik der Klinik hervorgeht. Acht der Betroffenen befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung.

Am 22. Dezember war die Zahl der Patienten in der Klinik stark gestiegen. Seitdem liegt die Zahl der Corona-Patienten in Leisnig bei um die 40, zuvor wurden im Schnitt um die 20 Betroffene in der Einrichtung behandelt.

Inzidenzwert für Mittelsachsen gesunken

Der Inzidenzwert für den Landkreis Mittelsachsen ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes am Montag auf 435,4 gesunken. Der Wert bezieht sich auf die Zahl an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Er basiert auf den vom Gesundheitsamt am Sonntag, 27. Dezember, gemeldeten Zahlen.

Bundesweit liegt der Landkreis damit auf dem achten Platz. Vor genau einer Woche lag der Wert für Mittelsachsen bei 645,8. Deutschlandweit befand sich der Landkreis damit am 21. Dezember auf Platz zwei. Nur im Landkreis Görlitz war der Wert mit 667,1 noch höher.

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