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Gibt es genug FFP2-Masken für alle?

Sie bieten den besten Schutz und die Apotheken haben sie mittlerweile auf Vorrat. Aber die Preise sind in der Region Döbeln sehr unterschiedlich.

Dr. Sebastian Michael hat in der Löwen-Apotheke Waldheim mehrere tausend FFP2-Masken vorrätig.
Dr. Sebastian Michael hat in der Löwen-Apotheke Waldheim mehrere tausend FFP2-Masken vorrätig. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. In Bayern müssen ab kommendem Montag alle Menschen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken tragen.

In Sachsen ist die Debatte über eine solche Pflicht noch nicht abgeschlossen, auch wenn Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) erklärt, dass es keine Notwendigkeit gebe, kurzfristig eine FFP2-Maskenpflicht in ÖPNV und Handel einzuführen. Doch wären überhaupt genügend dieser Masken vorrätig? Sächsische.de hat sich in Apotheken der Region Döbeln umgehört.

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Die erste Aktion, bei der drei FFP2-Masken kostenlos an Personen über 60 Jahre und der sogenannten Risikogruppe verteilt wurden, lief schleppend an (Sächsische.de berichtete). Vor den meisten Apotheken haben sich lange Schlangen gebildet. „Inzwischen hatten wir genug Zeit, uns vorzubereiten“, sagt Ina Herrmann, Inhaberin der Apotheke Ostrau. Ihr Team habe die Masken an fast alle Anspruchsberechtigten ausgegeben.

Erste Kunden mit Berechtigungsschein

Inzwischen kämen bereits die ersten Kunden mit dem Berechtigungsschein für weitere sechs Masken, für die eine Zuzahlung in Höhe von zwei Euro fällig ist. „Für sie und für den Freiverkauf haben wir genug FFP2-Masken da“, bekräftigt Ina Herrmann. Allerdings hat sie, wie die anderen Apotheker auch, festgestellt, dass einige die Maske nicht nutzen.

Sie könne nachvollziehen, dass das Atmen unter dieser Maske etwas schwerer fällt, als unter anderen. „Aber für die kurze Zeit, in der sie getragen wird, sollte das auszuhalten sein“, meint die Apothekerin. Zumal es die einzige Art Maske sei, die sowohl den Träger als auch die Mitmenschen schützt.

Ähnlich sieht das Dr. Sebastian Michael von der Löwen-Apotheke Waldheim. „Wenn ich mich an die Ausgangsbeschränkungen halte, kann ich mir für weniger Wege mehr Zeit nehmen“, sagt Michael. Dann falle das Atmen nicht so schwer.

Von den FFP2-Masken habe er mehrere tausend vorrätig und könne alle, die das möchten, damit versorgen. Bereits im Dezember habe er sich mit den Masken „eingedeckt“. Dadurch sei die Ausgabe an die Risikogruppe kein Problem gewesen. „Das hat wunderbar funktioniert“, meint der Apotheker.

Keine zahlenmäßige Einschränkung

Romy Schumann, Pharmazie-Ingenieurin in der Löwen-Apotheke Roßwein, trägt, genau wie ihre Kollegen, während des Verkaufs selbst seit etwa drei Wochen eine FFP2-Maske. „Ich bekomme gut Luft“, erklärt sie. Auch viele ihrer Kunden meinen: „Das ist eine tolle Sache.“

Die Apotheke warte derzeit auf die ersten Personen mit Berechtigungsschein, habe aber auch für den Freiverkauf genügend Masken auf Lager. Angeboten werden sie einzeln, im Zehnerpack oder in der Stückzahl, wie sie der Kunde benötigt. Eine zahlenmäßige Einschränkungen gibt es weder in dieser noch in einer anderen Apotheke.

Als unglücklich gelaufen, bezeichnet Stefan Leutert, Inhaber der Rosen-Apotheke Döbeln, die erste Phase der Vergabe der Masken. In den ersten beiden Tagen habe diese etwas gehakt, aber dann funktioniert. Jetzt seien die ersten Kunden mit dem Berechtigungsschein gekommen. „Im Moment sind wir in der Lage, alle Kunden mit einer oder mehreren FFP2-Masken zu versorgen“, so Leutert.

Masken tragen, aber auch wechseln

Er appelliert an die Menschen, die Maske zu nutzen, aber auch regelmäßig zu wechseln. „Mancher Maske ist anzusehen, dass sie schon länger getragen wird.“ Und Stefan Leutert regt an, darüber nachzudenken, wo die Maske getragen wird. Neben Bus, Bahn und in Geschäften, hält er das zumindest auch in Arztpraxen und im Krankenhaus für angebracht.

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Fazit: Nach anfänglichen Problemen stehen in allen Apotheken ausreichend FFP2-Masken zur Verfügung. Große Unterschiede gibt es allerdings bei den Preisen. Diese liegen zwischen 95 Cent und 3,99 Euro pro Stück.

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