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Glashüttes erste Online-Infoveranstaltung

Wie soll es in der Innenstadt weitergehen? Darüber tauschte sich die Verwaltung mit den Bürgern digital aus. Eine Premiere.

Auf dieser Karte ist vermerkt, wo sich die Hauptaktionsfelder der Glashütter Stadtentwicklung in den nächsten Jahren befinden sollten.
Auf dieser Karte ist vermerkt, wo sich die Hauptaktionsfelder der Glashütter Stadtentwicklung in den nächsten Jahren befinden sollten. © Stadt Glashütte

Premiere in Glashütte. Erstmals tauschten sich Bürger mit der Verwaltung und Fachleuten komplett digital zum Thema Stadtentwicklung aus. An dieser ersten öffentlichen Informationsveranstaltung nahmen 17 Frauen und Männer teil. Moderiert wurde diese von Martin Naumann vom Kommunalberatungsbüro Steg aus Dresden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage: Wie soll die Glashütter Innenstadt weiter entwickelt werden? Dass sich Bürger und Verwaltung gerade jetzt mit dem Thema befassen, hängt mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren - Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ zusammen. Nach Vorstellung der Verwaltung sollte sich die Stadt um eine Teilnahme bemühen.

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Fünf Schwerpunkte in zehn Jahren

Wie Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) informiert, stellte er zu Beginn des digitalen Treffens die fünf geplanten Schwerpunkte vor, die in den nächsten zehn Jahren angepackt werden sollten.

  • Glashütte soll ein „Zentrumsmanagement“ bekommen. Mit Händlern und Akteuren sollen Ideen entwickelt werden, wie die Innenstadt belebt werden kann.
  • Das Areal an der Festwiese soll entwickelt werden. Hier könnte ein kleines Einkaufszentrum entstehen, dass die Oberstadt aufwerten soll. Dazu muss aber noch ein Investor gefunden werden. Außerdem soll eine Lösung für den bestehenden Einkaufsmarkt gefunden werden.
  • Die Stadt will den Bedarf für ein Bürgerhaus und den möglichen Standort untersuchen lassen, in dem das Projekt realisiert werden könnte.
  • Mit dem Förderprogramm soll die geplante Sanierung der Kindertagesstätte Sonnenuhr auf dem Ochsenkopf realisiert werden.
  • Außerdem soll das Programm einen Anreiz geben, dass Investoren leerstehende, städtebaulich bedeutende Objekte wiederbeleben, sanieren und so modernen Wohnraum schaffen. Damit sollen weitere Schandflecke beseitigt werden.

Die genannten Ideen wurden von der Steg bereits näher untersucht und in einem Kosten- und Maßnahmeplan aufgenommen, den es im Entwurf bereits gibt. Demnach sollte Glashütte von einem Förderrahmen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro ausgehen. Finanziert werden würde dieser zu je einem Drittel von Bund, Freistaat und Stadt.

Entscheidung soll im Sommer fallen

Für die Stadt wäre das finanziell eine große Herausforderung, das Programm böte aber für den Hauptort der Stadt "eine große Entwicklungschance", so Dreßler. Deshalb werde er den Antrag zur Aufnahme zur nächsten Ratssitzung am 24. Februar den Stadträten vorlegen. Sollten die Abgeordneten zustimmen, könnte sich die Stadt fristgemäß bewerben. "Mit einer Entscheidung, ob eine Aufnahme bereits im ersten Anlauf gelingen kann, ist im Sommer 2021 zu rechnen", so Dreßler.

An der Online-Präsentation der Stadt beteiligten sich neben Verwaltungsmitarbeitern und den Experten von der Steg Stadträte, Ortschaftsräte und Bürger.
An der Online-Präsentation der Stadt beteiligten sich neben Verwaltungsmitarbeitern und den Experten von der Steg Stadträte, Ortschaftsräte und Bürger. © Stadt Glashütte

Wie Dreßler informierte, stellten die Teilnehmer Fragen zur geplanten Entwicklung der Festwiese, unter anderem zur Zukunft des dortigen Spielplatzes. An der Festwiese sollen größere Gebäude entstehen, in denen unter anderem auch ein Einkaufsmarkt Platz finden soll. Dreßler wies darauf hin, das diese Ideen bisher noch nicht öffentlich diskutiert wurden. Eine Diskussion mache Sinn, wenn es konkrete Pläne gibt. An diesen werde gearbeitet. Derzeit werden noch potenzielle Mieter, die für die Finanzierung eines solchen Projekts benötigt werden, gesucht.

So viel steht aber schon fest: Die vorhandene Freifläche soll zum Großteil als Park- und Veranstaltungsfläche erhalten bleiben. Für neue Nutzer soll es ausreichend Parkplätze geben, unter anderem sind Tiefgaragenstellplätze im Gespräch. Dreßler sicherte zu, dass über die Vor- und Nachteile eines solchen Projekts rechtzeitig öffentlich diskutiert werden soll. Das solle geschehen, sobald es eine Aussicht auf Umsetzung gibt.

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Für die Präsentation gab es Lob. Diese sollte mehr Bürgern zugänglich gemacht werden, so ein Vorschlag aus den Reihen der Teilnehmer. Die Reihenfolge der Umsetzung sollte mit dem Ortschaftsrat abgesprochen werden.

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