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Görlitz: 20 weitere Corona-Tote über Weihnachten

Die Zahl der Neuinfektionen ging zurück, das ist aber ein Feiertags-Effekt. Die Lage in den Kliniken bleibt angespannt.

ARCHIV - 17.02.2020, USA, Hamilton: Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)
ARCHIV - 17.02.2020, USA, Hamilton: Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) © NIAID-RML/AP

Offiziell ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen über Weihnachten im Landkreis Görlitz deutlich zurückgegangen. Doch dürfte das ein Effekt der geschlossenen Arztpraxen und der damit verbundenen geringeren Tests sein.

So wurden dem Gesundheitsamt in Görlitz seit Heiligabend bis Sonntagmittag 445 Neuinfektionen gemeldet, deutlich weniger als in demselben Zeitraum vor einer Woche. Deswegen sank die 7-Tages-Inzidenz auf jetzt 409.

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Zugleich überstanden 899 Personen die Infektion, so dass im Landkreis 5.099 aktuell infiziert sind.

Die Lage in den Kliniken ist aber weiterhin angespannt, denn die schweren Krankheitsverläufe landen nach etwa zwei bis drei Wochen nach der Infektion auf den Stationen, jetzt also aus der Zeit von Anfang bis Mitte Dezember. 234 Menschen werden derzeit stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt. 30 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, von denen 15 nach Angaben des Intensivregisters divi beatmetet werden müssen. Nach Angaben des Divi sind die Kapazitäten derzeit im Carolus-Krankenhaus in Görlitz erschöpft.

Entlastung erhofft sich der Kreis von der Möglichkeit, Corona-Patienten in das Martin-Ulbrich-Krankenhaus nach Rothenburg verlegen zu können. Seit 23. Dezember bestünde diese Möglichkeit, erklärte jetzt Landrat Bernd Lange. Darum hatte sich der Kreis seit Wochen bemüht.

Trotz aller Bemühungen sind weitere 20 Personen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Da es in der Statistik eine Korrektur um einen Todesfall gab, stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten über Weihnachten auf 364 Menschen im Landkreis.

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