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Zum Gottesdienst mit OP- oder FFP2-Maske?

Das entscheiden Kirchgemeinden. Die Landeskirche hat den Gemeinden einen Orientierungsplan als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben.

Von Maik Brückner
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Die evangelischen Kirchgemeinden haben einen Entscheidungsspielraum beim Erlass von Regeln für den Gottesdienstbesuch.
Die evangelischen Kirchgemeinden haben einen Entscheidungsspielraum beim Erlass von Regeln für den Gottesdienstbesuch. ©  Claudia Hübschmann (Symbolbild)

Die Kirchgemeinde Hermsdorf/Erzgebirge wendet sich mit einer wichtigen Mitteilung an ihre Gläubigen. Dort hat man nach dem Erreichen der Überlastungsstufe in den Krankenhäusern eine neue Regelung für den Besuch des Gottesdienstes erlassen. Der ist in der Hermsdorfer Kirche nur noch mit FFP2-Maske möglich. "OP-Masken sind nicht mehr ausreichend", informiert Sabine Fischer, Gemeindepädagogin und Kantorin in der Region Frauenstein und Hermsdorf. Nach ihrer Information betreffe das auch andere Orte.

Das könne sein, sagt Lisett Preißler vom Kirchenbezirk Freiberg. Denn die Entscheidung, ob im Gottesdienst eine OP- oder eine FFP2-Maske getragen werden muss, trifft der jeweilige Kirchenvorstand. Dieser muss einschätzen, wie viele Besucher zum jeweiligen Gottesdienst kommen und ob es möglich ist, ausreichend Abstand zu halten. Deshalb könne es in Gemeinden mit großen Gotteshäusern wie zum Beispiel Dipps weiterhin völlig ausreichend sein, OP-Masken zu tragen.

Grundlage für die Entscheidungen ist der Orientierungsplan, der vom Landeskirchenamt herausgegeben wurde und Gemeinden angesichts unterschiedlicher Inzidenzwerte in den Landkreisen eine Entscheidungshilfe bieten soll. Und weiter: "Die Bezugsgröße sind die durch das RKI festgelegten Inzidenzwerte, die Vorwarn- und Überlastungsstufe gilt dann für ganz Sachsen."

Die Verantwortung für die Entscheidungen liegt bei den Kirchgemeinden vor Ort. Zu berücksichtigen sind neben den Inzidenz-Werten des Landkreises beziehungsweise der Stadt auch die lokalen Bedingungen, so Lisett Preißler. Im Orientierungsplan sind nicht nur Empfehlungen für Gottesdienste, sondern auch für Kirchenmusik und Veranstaltungen der Gemeindearbeit enthalten.

Hintergrund der Hermsdorfer Entscheidung dürfte auch der kommende Sonntag sein, der Ewigkeits- oder auch Totensonntag genannt wird. Dieser Sonntag ist der letzte im Kirchenjahr. Evangelische Christen gedenken an dem Tag der Verstorbenen.