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Grenzkontrollen werden verschärft

Ganz Tschechien ist jetzt Risikogebiet. Was bedeutet das für den „kleinen Grenzverkehr“? Darf man noch rüber tanken fahren oder Zigaretten holen?

Wer am Grenzübergang in Sebnitz aus Tschechien einreist, muss in Quarantäne.
Wer am Grenzübergang in Sebnitz aus Tschechien einreist, muss in Quarantäne. © Steffen Unger

Nachdem die Bundesregierung am Freitagabend ganz Tschechien wegen rasant steigender Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt hat, steht seitdem auch der an die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge angrenzende Bezirk Usti (Aussig) auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts. War bis jetzt die Einreise aus dem Grenzgebiet um Sebnitz, Schmilka und Breitenau herum noch problemlos möglich, gilt auch hier nun: Wer einreist, muss einen negativen Corona-Test nachweisen oder sich in Quarantäne begeben.

Was bedeutet das jetzt für den „kleinen Grenzverkehr“ zwischen Tschechien und Deutschland? Die Grenzen sind weiterhin nicht geschlossen und es wird auch nicht gezielt bei der Ausreise an der Grenze kontrolliert.

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Aber die Bundespolizei verstärkt ihre allgemeine Kontrolltätigkeit. Das teilt die Lage- und Einsatzzentrale der Bundespolizeidirektion Pirna auf Nachfrage der SZ mit. „Sollten im Rahmen dieser Aufgabenwahrnehmung Anhaltspunkte für eine mögliche Infektion eines Reisenden mit Covid-19 festgestellt werden, informiert die Bundespolizei unverzüglich die örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden“, heißt es von der Bundespolizei. Außerdem weisen sie die Einreisenden auf die geltenden Quarantänebestimmungen hin.

Generell gilt: Wer aus einem Risikogebiet einreist, soll auf direktem Weg nach Hause fahren und sich telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt außerdem eine Pflicht sich testen zu lassen, informiert das Auswärtige Amt.

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Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann solange in Quarantäne bleiben, bis das Testergebnis vorliegt. Mal schnell rüber tanken fahren oder Zigaretten holen, würde also theoretisch laut der geltenden Bestimmungen eine Quarantäne und die Pflicht zum Test nach sich ziehen. Wer gegen die Quarantäne-Maßnahmen verstößt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Die kann mehrere Tausend Euro betragen. Ausnahmen gelten in Bayern und Sachsen weiter für Berufspendler und Lkw-Fahrer sowie für Diplomaten. In Sachsen gehören dazu noch zwingend notwendige berufliche, medizinische und soziale Fahrten. Das tschechische Außenministerium verhandelt mit Deutschland noch über den kleinen Grenzverkehr. (SZ)

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