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Politik

Grüne verlegen Parteitag ins Internet

Eigentlich wollte die Partei vom 20. bis 22. November in Karlsruhe tagen - doch wegen Corona ist das zu riskant.

Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck bei einer Pressekonferenz.
Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck bei einer Pressekonferenz. © Kay Nietfeld/dpa

Berlin. Die Grünen halten ihren Bundesparteitag wegen der Corona-Pandemie in diesem Herbst digital ab. "Wir haben intensiv nach Möglichkeiten gesucht, live und in Farbe mit der Partei unser Grundsatzprogramm zu debattieren und zu verabschieden", sagte der Politische Bundesgeschäftsführer Michael Kellner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Aber in dieser unübersichtlichen pandemischen Lage sind Großveranstaltungen einem hohen Risiko ausgesetzt." Nun gehe es darum, kreativ zu sein, damit der Parteitag im Internet gelinge. "Not macht erfinderisch", sagte Kellner. "Wir sind sicher, dass es gut und lebendig wird, aber eben anders."

Eigentlich wollten die Grünen von 20. bis 22. November in Karlsruhe tagen, wo die Partei 1980 gegründet worden war. Nun solle der digitale Parteitag aus Karlsruhe übertragen werden, sagte Kellner.

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Beschluss über neues Grundsatzprogramm

Zum 40. Geburtstag wollen die Grünen ein neues Grundsatzprogramm beschließen. Personalentscheidungen, etwa über einen neuen Bundesvorstand, stehen in diesem Jahr keine mehr an - darum stellen sich wohl auch keine Satzungsfragen, wenn die Delegierten nun nicht persönlich zusammenkommen. Im Mai hatten die Grünen bereits einen kleineren Parteitag mit rund 100 Delegierten digital abgehalten und dabei auch Beschlüsse gefasst.

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Kellner schrieb an Parteirat, Landesvorsitzende und -geschäftsführer, man wolle "das Gesundheitsrisiko für alle möglichst niedrig halten und gleichzeitig eine richtig gute Debatte zu unserem Grundsatzprogramm ermöglichen". Im Mai habe man erste Erfahrungen gesammelt, im November solle es "noch besser" werden. "Wir haben als Partei so viel Arbeit in das neue Grundsatzprogramm gesteckt, dass wir dieses gemeinsam beschließen und anschließend feiern wollen", schrieb er. "Gerne hätten wir das mit Euch zusammen in Karlsruhe gemacht, aber unser aller Gesundheit geht vor." Wegen der Pandemie wäre die Veranstaltung ohnehin eine "sterilere" geworden. (dpa)

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