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Grundschule Großbauchlitz komplett geschlossen

Auch aus zwei anderen Schulen in der Region müssen Schüler und Lehrer zu Hause bleiben. Die Notbetreuung ist eingeschränkt.

Von Cathrin Reichelt
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Die Grundschule Großbauchlitz ist verwaist. In dieser Woche bleibt die Einrichtung wegen Coronafällen in mehreren Klassen und bei Lehrern komplett geschlossen.
Die Grundschule Großbauchlitz ist verwaist. In dieser Woche bleibt die Einrichtung wegen Coronafällen in mehreren Klassen und bei Lehrern komplett geschlossen. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Drei weitere Schulen in der Region Döbeln sind von zahlreichen Corona-Fällen betroffen. Nach Anordnung des sächsischen Kultusministeriums müssen die Grundschule Großbauchlitz in Döbeln komplett sowie die Förderschule „Albert Schweitzer“ Roßwein und die Grundschule Grünlichtenberg teilweise geschlossen werden.

Dies gilt für alle drei Einrichtungen ab Montag bis zum 3. Dezember. Für Kinder, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, kann eine Notbetreuung eingerichtet werden.

An der Grundschule Großbauchlitz wurden in den Klassen 2a, 3b und 4 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bei Schülern festgestellt. Bisher liegen in den Klassen elf mit PCR-Tests bestätigte Infektionen vor, davon in Klasse 2a fünf, in Klasse 3b zwei und in Klasse 4 vier. Zudem sind drei Schnelltests positiv ausgefallen, deren Bestätigung mit PCR-Tests laut Ministerium noch ausstehen. Auch zwei Lehrkräfte haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Sechs Schüler in der Notbetreuung

Da die Notbetreuung sehr eingeschränkt ist, werden in dieser in Großbauchlitz nur sechs Schüler unterrichtet. Alle anderen Mädchen und Jungen erhalten von ihren Lehrern Aufgaben, die sie zu Hause lösen. Lernsax werde laut Schulleiterin nicht verwendet.

In der Förderschule „Albert Schweitzer“ Roßwein wird die Präsenzbeschulung für die Klasse 5b ausgesetzt. Bisher sind zwei Schnelltests in der Klasse positiv ausgefallen, wovon beide noch mit einem PCR-Test bestätigt werden müssen. Bei zwei weiteren Schülern sei der PCR-Test bereits positiv ausgefallen. Aufgrund krankheitsbedingter Symptome besuchen sie den Unterricht bereits nicht mehr .

Lehrer und Erzieher infiziert

Aus der Grundschule Grünlichtenberg müssen die Schüler der vierten Klasse Zuhause bleiben. In dieser gab es drei positive Schnelltests, wovon bisher zwei mittels PCR-Tests bestätigt wurden. Auch zwei Lehrer haben sich mit Corona infiziert.

Die Viertklässler werden per Lernsax unterrichtet. Eine Notbetreuung sei nicht erforderlich, sagt Lehrerin Marina Filz. Sie und ihre Kolleginnen übernehmen aber trotzdem eine zusätzliche Aufgabe. Denn seit Mittwoch vergangener Woche ist der Nachmittagshort der Grundschule geschlossen.

Durch den eingeschränkten Regelbetrieb werden die erste und dritte sowie die beiden zweiten Klassen nur noch von den Klassenleitern unterrichtet. Sie übernehmen auch die Aufgaben der Fachlehrer. „Nach dem Unterricht gehen wir mit den Kindern essen und betreuen sie bis 13 Uhr. Dann müssen sie nach Hause gehen oder abgeholt werden“, so Marina Filz.

Den Frühhort übernimmt Hortchefin Anne Braune mit einer Kollegin, die auch zur Unterstützung der beiden Kitas in Kriebethal und Grünlichtenberg bereitsteht. Mehr sei im Moment nicht möglich. Denn drei Hortnerinnen sind erkrankt, eine vierte befindet sich im Urlaub.

Eltern entlasten Kita

In der Kita Feldmäuse in Grünlichtenberg sei noch alles im grünen Bereich, aber bei den Burggeistern in Kriebethal hat Corona drei Erzieherinnen außer Gefecht gesetzt, eine vierte ist anderweitig erkrankt, erklärt die stellvertretende Leiterin der Kriebsteiner Kindereinrichtungen Cornelia Sachse.

Weil einige Eltern der Bitte von Bürgermeisterin Maria Euchler (FW) gefolgt sind, wenn möglich die Kinder Zuhause zu behalten, seien nur sehr wenige Mädchen und Jungen in der Einrichtung.

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Dadurch sei auch der eingeschränkte Regelbetrieb gut händelbar. „Statt der vier haben wir drei Gruppen gebildet, davon eine ausschließlich mit den Krippenkindern“, erklärt Cornelia Sachse. Die Eltern dürfen die Einrichtung nicht mehr betreten, sondern müssen die Kinder morgens am Eingang abgeben und abends dort wieder in Empfang nehmen.

Für die einzelnen Gruppen gibt es verschiedene Garderoben. Den Waschraum nutzen sie gestaffelt. Türklinken und andere Gegenstände, die viele Hände anfassen, werden mehrmals am Tag desinfiziert.