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Härte und Kreativität sind jetzt gefragt

Während Länder-Chefs um Oster-Urlaube streiten, steigen Neuinfektionen rasant. Die „Notbremse“ muss konsequenter gezogen werden. Ein Kommentar.

© Clara Margais/dpa [SZ]

Während die ersten Urlaubsflieger mit Tausenden von Touristen wieder vergnügt nach Mallorca starten, schließen in Deutschland seit Tagen nach und nach die Schulen und Kitas wieder ihre Türen. Kurz nachdem sie wieder geöffnet worden sind. Hart für die Kinder, bitter für die Eltern.

Während die Länder-Chefs sich seit Tagen streiten, ob es zu Ostern nun Fernreisen oder nur ein bisschen mehr Spielraum im eigenen Bundesland geben soll, steigt die Zahl der Neu-Infektionen rasant. Die Not ist also längst da, und sie ist groß. Aber gezogen wird die „Notbremse“ dennoch noch nicht überall und auch nicht konsequent.

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Es scheint, diesmal rutschen alle ungebremst und wenig vorbereitet, dafür aber mit klarer Ansage in die nächste, vielleicht bisher härteste Welle. Nahezu ungeschützt – quasi mit Surfboard auf Malle, aber ohne Rettungsring unterm Arm – am „Katastrophen-Strand“ und schauen, wie die Welle heranrollt. Denn die versprochene Test-Strategie greift noch nicht. Von der großen Impf-Kampagne ganz zu schweigen.

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So bitter es ist: Die Zeit der Lockerungs-Phantasien ist damit erstmal vorüber. Doch diesmal sollte die Zeit nicht wieder ungenutzt bis zur vierten Welle verstreichen. Es muss endlich mehr Zeit, Geld und Phantasie für kreative Modellprojekte verwendet werden, wie möglichst bald ein bisschen mehr normaler Alltag, auch mit dem Virus, in Deutschland wieder möglich sein kann.

>>> E-Mail an Annette Binninger

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