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Politik

Halle-OB vorläufig seines Amtes enthoben

Seine frühzeitige Impfung gegen das Coronavirus hatte für Schlagzeilen gesorgt: Nun hat dies für Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand Konsequenzen.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) muss vorläufig seinen Posten räumen.
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) muss vorläufig seinen Posten räumen. © Archivbild: dpa/Ronny Hartmann

Halle. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ist vorläufig seines Amtes enthoben worden. Das teilte das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt als zuständige Kommunalaufsichtsbehörde am Dienstag mit. Mit Verfügung vom 7. Juni sei Wiegand "vorläufig seines Dienstes als Hauptverwaltungsbeamter der Stadt Halle und aller Ämter, die sich aus seinem Hauptamt ableiten, sowie hiermit in Verbindung stehender Nebenämter enthoben", heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Wiegand hatte sich im Januar frühzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen. Ihm wird vorgeworfen, für diese und weitere Verstöße gegen die vom Bund erlassene Impfreihenfolge verantwortlich zu sein. Der Vorwurf und wahrheitswidrige Behauptungen des Beamten führten zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens durch das Landesverwaltungsamt.

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Die Entscheidung wird nach Angabe der Behörde unmittelbar wirksam. Bereits im April hatte Halles Stadtrat den Oberbürgermeister wegen der Vorwürfe auf unbestimmte Zeit vom Dienst suspendiert. (dpa)

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