merken
Deutschland & Welt

Halloween und Corona: Wie das Umherziehen klappt

Zu Halloween, dem Tag vor Allerheiligen, ziehen auch hierzulande viele kleine verkleidete Kids von Tür zu Tür. Klappt das pandemiekonform?

Zu Halloween verkleiden sich viele Kinder und gehen auf Süßigkeitenjagd.
Zu Halloween verkleiden sich viele Kinder und gehen auf Süßigkeitenjagd. © Christin Klose/dpa

Ulm. Sie klingeln an den Haustüren und fordern: "Süßes oder Saures!" Zu Halloween am 31. Oktober wollen wieder viele kleine Hexen und Monster umherziehen. Aber viele Eltern fragen sich: Ist das angebracht?

Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei und nicht jeder dürfte sich angesichts dessen über spontane Besuche an der Haustür freuen. Aus Sicht von Fachleuten spricht aber nichts gegen das Umherziehen - mit der nötigen Umsicht und Rücksichtnahme.

Anzeige
Entspannung in der Spreewald Therme
Entspannung in der Spreewald Therme

Was schenkt man jemandem, der schon alles hat? Gutscheine für eine kleine Auszeit sind da das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Das bedeutet: Abstand halten, Husten und Niesen in die Armbeuge und dort, wo es angebracht ist, Maske tragen - in engen Treppenhäusern etwa. Wobei viele Kinder ohnehin hinter Gruselmasken stecken. Und außerdem: Akzeptieren, wenn eine Tür geschlossen bleibt.

Andere Situation als zu Halloween 2020

Vergangenes Jahr war wegen der Pandemielage teilweise davor gewarnt worden, dass Kinder zu Halloween um die Häuser ziehen - zum Beispiel vom Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen. Dieses Jahr mahnt das Ministerium zwar zur Rücksicht, aber eine Warnung gibt es nicht.

Infektionsepidemiologen, die sich mit der Ausbreitung von Infektionskrankheiten beschäftigen, sehen das ähnlich. "Wir denken auch, dass sich die Situation in diesem Jahr anders darstellt", schreiben Veronika Jäger und Ralf Krumkamp von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie auf Anfrage. Mit der Einhaltung von Hygieneregeln und der nötigen Rücksichtnahme sollten Kinder wieder "um die Häuser ziehen" können.

Vor der Haustür mit Abstand warten

"Es bleibt natürlich zu bedenken, dass Kinder nicht geimpft sind und bei einer Infektion oftmals asymptomatisch bleiben", so die Fachleute von der Arbeitsgruppe Infektionsepidemiologie der Fachgesellschaft weiter. Deshalb seien die AHA-Regeln besonders wichtig. Kinder sollten vor der Haustür bleiben und den nötigen Abstand wahren.

Weiterführende Artikel

86 Corona-Tote und fast 8.700 neue Infektionen in Sachsen

86 Corona-Tote und fast 8.700 neue Infektionen in Sachsen

Im Wochenvergleich 3.000 neue Fälle im Freistaat weniger, deutliche Übersterblichkeit durch Corona, Sachsen-Inzidenz über 1.100 - unser Newsblog.

Und wenn jemand die Tür nicht öffnet? Das passiert auch zu Nicht-Pandemie-Zeiten immer wieder, sollte dieses Jahr gerade angesichts von Corona aber besonders respektiert werden. Hier sei eine Person vielleicht nur vorsichtig und nicht unbedingt unwillig, Süßigkeiten zu verteilen, schreiben Krumkamp und Jäger. Statt in so einem Fall Sturm zu klingeln, sollten die Gruselmonster zur nächsten Tür weiterziehen. Dort machen sie womöglich wieder süße Beute. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt