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Harte Kritik an Freiberger CDU-Vorsitzendem

Er äußert sich in einem Interview zu Corona. Von den Aussagen ist der CDU-Chef des Kreises entsetzt.

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Der Freiberger CDU-Vorsitzende ist mit Äußerungen zu Corona in die Kritik geraten.
Der Freiberger CDU-Vorsitzende ist mit Äußerungen zu Corona in die Kritik geraten. © DAVIDS/Sven Darmer

Mittelsachsen. Mit Entsetzen hat Mittelsachsens CDU-Chef Sven Liebhauser die jüngsten Äußerungen des Freiberger Stadtvorsitzenden Holger Reuter zu Vergleichen von geimpften und ungeimpften Bürgern zur Kenntnis genommen.

Reuter hatte in einem Interview in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) die Corona-Maßnahmen als „Kesseltreiben gegen Ungeimpfte“ bezeichnet. Das werde seiner Meinung nach „in einer Art und Weise“ vorgenommen, „dass die Ungeimpften sich fühlen wie die Armenier damals in der Türkei, wo dann zum Teil eine Ausrottung stattfand“.

„Ich fordere Herrn Reuter auf, diese Aussagen klarzustellen“, so Liebhauser. Allerdings gebe es in den letzten Monaten eine deutliche Entfremdung zwischen der Partei und dem Freiberger Vorsitzenden .

Nach Angaben von Liebhauser beschäftigte sich der Kreisverband bereits mehrfach mit dem Verhalten Reuters im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

„Sich als Baubürgermeister und Verbandsvorsitzender, bewusst von den Demonstranten instrumentalisieren zu lassen, ist nicht gerade förderlich für unsere demokratische Kultur. Als Kreisverband haben wir uns stets kritisch und konstruktiv mit der Corona-Politik von Bund und Land auseinandergesetzt und entsprechende Beschlüsse gefasst, um den Sorgen der Bürger, der Wirtschaft und Kultur aber auch der teils bis an die Grenze der Belastbarkeit tätigen Mitarbeiter im Gesundheitssystem, gerecht zu werden“ so Liebhauser.