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Döbeln

Trotz Corona: Harthas Sternwarte gut besucht

Der Verein in Hartha ist in der Corona-Pandemie sogar noch größer geworden. Für 2021 hoffen sie auf einen guten Neustart und mehr Gäste als 2020.

Das Gebäude der Sternwarte in Hartha ist noch in Schuss, doch die Gäste fehlten 2020. In diesem Jahr soll es besser werden.
Das Gebäude der Sternwarte in Hartha ist noch in Schuss, doch die Gäste fehlten 2020. In diesem Jahr soll es besser werden. © Archiv/Dietmar Thomas

Hartha. Das Jahr 2020 war für keinen Verein in der Region Döbeln so richtig einfach, auch für den Sternwarten-Verein in Hartha nicht. Doch dem Vereinsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit Hans-Dieter Köhler zufolge sei zumindest ein Teil der vergangenen Saison ein Erfolg gewesen.

So konnten die Freunde der Sternwarte noch bis zum Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 einige Veranstaltungen durchführen und Gäste anlocken. Auch in der Sommerzeit war das kurze Zeit möglich, wie Köhler berichtet. Noch im Januar luden die Vereinsmitglieder zu „Wintersternbilder über Hartha“ mit anschließender Himmelsbeobachtung ein, schon einige Wochen später war das nicht mehr möglich.

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Erträge durch Vermietung der Sternwarte Hartha fehlen

„Insgesamt hatten wir etwa 600 Besucher, die zu uns in die Sternwarte kamen. Das ist etwa die Hälfte der Vorjahre.“ Doch nicht zuletzt diese wenigen Besucher waren notwendig, um die gesamte Anlage samt Betriebskosten im vergangenen Jahr zu finanzieren. Hinzu komme auch im Corona-Jahr eine „großzügige Spende“ des Bürgermeisters, die der Gemeinschaft finanziell sehr hilft.

Und dennoch fehlt eine große Einnahmequelle: die Vermietung der Räume in der Sternwarte. Diese können für Anlässe wie Vereinsfeiern, Clubausflüge, Geburtstage, Jugendweihen oder andere Feierlichkeiten gemietet werden.

Vereinsmitglied Hans-Dieter Köhler ist mehr oder weniger zufrieden mit dem Jahr 2020. Doch Corona macht auch hier Probleme.
Vereinsmitglied Hans-Dieter Köhler ist mehr oder weniger zufrieden mit dem Jahr 2020. Doch Corona macht auch hier Probleme. © privat

Etwa 30 bis 35 Personen finden dort Platz, auch eine kleine Küche, separate Toiletten und eine Garderobe gibt es dazu. Doch durch die Auflagen in der Corona-Pandemie gab es kaum Feierlichkeiten, wie Hans-Dieter Köhler sagt. „Der eine oder andere Geburtstag wurde hier schon gefeiert, doch nicht in den Größenordnungen wie früher.“

Für alle, die im vergangenen Jahr die Sternwarte in Hartha nicht besuchen konnten, haben die Mitglieder eine besondere Idee gehabt. In der Stadtbibliothek Hartha gibt es derzeit noch eine Ausstellung mit Bildern der Hobbyfotografen, die im Verein tätig sind. Nicht nur vom Objekt selbst, sondern vor allem Motive vom Sternenhimmel werden dort öffentlich ausgestellt.

Verein will 2021 wieder in die Schulen fahren

Auf Aktionen online auf der Homepage habe der Verein verzichtet. Nicht zuletzt wegen der Abwägung zwischen Kostenaufwand und Nutzen. „Denn wir sind uns nicht wirklich sicher, wie viele Menschen, dass im Internet interessieren würde“, meint Vereinsmitglied Köhler.

Wie es nach dem schwierigen Corona-Jahr 2020 nun weitergehen soll, weiß das Team von der Sternwarte noch nicht. Erst einmal wollen sie abwarten, bis die Regeln rund um das Coronavirus wieder gelockert und Veranstaltungen mit mehreren Personen wieder angeboten werden können. „Dann setzen wir uns zusammen und machen einen Plan für 2021“, erklärt das Vereinsmitglied. „Derzeit gibt es noch mehr Fragezeichen, als klare Sachen.“

Auf jeden Fall will der Verein versuchen die 2020 auch ausgefallenen zwei Arbeitsgemeinschaften in den Harthaer Schulen wieder aufleben zu lassen. Denn dort finden sich nach Angaben von Hans-Dieter Köhler möglicherweise auch zukünftige, junge Mitglieder für den Verein. Im letzten Jahr konnte der schon zwei Neuzugänge verzeichnen. Einer der wenigen positiven Punkte im Corona-Jahr.

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