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Informierte das Gymnasium zu Corona schlecht?

Der Direktor der Bildungsstätte in Dippoldiswalde und Altenberg, Volker Hegewald, sieht sich in der Kritik. Zu Unrecht, wie er findet.

Volker Hegewald ist der Schulleiter des Glückauf-Gymnasiums Dippoldiswalde und der Außenstelle Altenberg.
Volker Hegewald ist der Schulleiter des Glückauf-Gymnasiums Dippoldiswalde und der Außenstelle Altenberg. © Karl-Ludwig Oberthuer

Vergangene Woche veranlasste das Gesundheitsamt die Schließung der Altenberger Zweigstelle des Glückauf-Gymnasiums, jetzt schickte es fast 90 Schüler des Dippoldiswalder Glückauf-Gymnasiums in Quarantäne: "Das betrifft die 9. Klassen und zwei Kurse der Abiturstufe", sagt Volker Hegewald, Direktor der Bildungsstätte.

Er steht doppelt unter Druck. Neben den organisatorischen Schwierigkeiten beim Aufrechterhalten des verbliebenen Schulbetriebs muss er sich mit der Kritik von Eltern auseinandersetzen: "Die Informationen der Schule wären mangelhaft, meinen sie", sagt Hegewald. Das will er nicht auf sich sitzen lassen. 

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Gesundheitsamt verhängt Quarantäne

Deshalb erklärt er, wer für welche Informationen zuständig ist: "Bei einem positiven Testergebnis erhält zuerst die betroffene Person oder deren Eltern diese Information vom Gesundheitsamt." Dasselbe gilt für die Nachricht, wer in Quarantäne geschickt wird: "Wir erfahren das bei Lehrern erst, wenn er oder sie sich krank meldet."  Schon wegen des Datenschutzes wäre es dem Gesundheitsamt nicht möglich, den Schulleiter zu informieren. 

"Die Schule arbeitet allerdings eng mit dem Gesundheitsamt zusammen", sagt Hegewald. Denn das Amt fordert Klassenlisten, Lehrerlisten und Unterrichtspläne an. "So stellt es die Kontaktpersonen fest", sagt Hegewald. Weil das Amt derzeit überlastet sei, übernehme es nun die Schulleitung, den Eltern betroffener Jugendlicher die Quarantäneanordnungen weiterzuleiten: "Das heißt aber nicht, dass wir die Quarantänen verhängen."

Podcast auf der Schulhomepage

Den herannahenden Herbstferien sieht Hegewald deshalb mit gemischten Gefühlen entgegen: "Einerseits ist es gut, dass die Schüler dann erst einmal nicht mehr vom Unterrichtsausfall betroffen sind", sagt er: "Andererseits wollten bestimmt auch einige wegfahren, die jetzt in Quarantäne sind."

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Nach den Ferien will er die neuesten Entwicklungen der Schule per Podcast auf die Homepage der Schule stellen. Schon jetzt rät er, dass die Schüler ab Anfang November warme Kleidung mitbringen: "Zum Hygienekonzept der Schule gehört Stoß- und Querlüften. Das wird dann immer mal ziemlich kalt werden." 

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