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Leisnig: Corona-Patient nach Kiel verlegt

Auch am Kreiskrankenhaus in Freiberg wird die Verlegung in andere Bundesländer angestrebt. Derzeit liegen 180 Betroffenen in Mittelsachsen in einer Klinik.

Wenn keine Betten oder kein Personal in den Kliniken mehr zur Verfügung stehen, werden Corona-Patienten von Mittelsachsen auch verlegt. Koordiniert wird das über die Zentrale in Chemnitz.
Wenn keine Betten oder kein Personal in den Kliniken mehr zur Verfügung stehen, werden Corona-Patienten von Mittelsachsen auch verlegt. Koordiniert wird das über die Zentrale in Chemnitz. © Symbolbild: Jonas Güttler/dpa

Mittelsachsen. Am Dienstag wurden nach Angaben des Landkreises 180 Patienten stationär behandelt, 29 Erkrankte mussten beatmet werden. Während die Zahl der stationären Patienten um sechs gesunken ist, steigt die Zahl derjenigen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, weiter an.

Acht Betroffene wurden am Dienstag in der Leisniger Helios-Klinik auf der ITS betreut, ein weiteres Bett wurde von einem Patienten ohne Covid-19 belegt, wie aus der Tagesstatistik von Helios hervorgeht. Zudem wurden weitere 31 Betroffene in der Klinik behandelt.

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„Wir sind in der Helios-Klinik Leisnig für die pflegerische und medizinische Betreuung hoch infektiöser und intensivmedizinischer Patienten gut aufgestellt", äußerte sich Sprecherin Juliane Dylus. Da im Landkreis Mittelsachsen und den angrenzenden Kreisen eine sehr dynamische Entwicklung an Covid-19-Infektionen herrsche, werde die Lage täglich neu bewerte. Es könnten auch kurzfristige Anpassungen der Bettenkapazitäten vorgenommen werden.

Stoße die Klinik aber an ihre räumlichen oder personellen Grenzen, so würden innerhalb des regionalen und überregionalen Netzwerkes Patienten auch verlegt, so Juliane Dylus weiter. In der Vergangenheit sei bereits ein Patient nach Kiel verlegt worden, wie die Sprecherin der Helios-Klinik bestätigte. Organisiert wurde die Verlegung über die Corona-Koordinierungsstelle in Chemnitz.

Weniger Personalausfälle an Freiberger Krankenhaus

40 Covid-Erkrankte befanden sich am Dienstag im Freiberger Kreiskrankenhaus, vier mussten nach Angaben von Dr. Ulrike Träger intensivmedizinisch betreut werden.

„Im Personalbereich ist ein Rückgang der Ausfälle zu verzeichnen. Es wäre aber noch zu früh von einer Entspannung zu sprechen. Knackpunkt ist die ITS, die mit Covid- und Nicht-Covid-Patienten voll belegt ist.

Es werden auch Verlegungen in andere Bundesländer angestrebt“, schildert die Sprecherin der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH die Situation.

Verlegungen gab es in Ausnahmefällen auch schon am Krankenhaus in Mittweida, wie Sprecherin Ines Schreiber am Montag informierte.

Zahl der Corona-Todesfälle steigt auf 169

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist in Mittelsachsen am Dienstag um einen weiteren Fall auf 169 gestiegen. Bei dem Betroffenen handelt es sich nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser um einen 80-jährigen Mann.

Insgesamt lagen dem Landratsamt am Dienstag 115 neue Nachweise des Virus vor. Die meisten davon wurden aus der Region Freiberg gemeldet (44/4.990). Im Bereich Döbeln gab es einen Anstieg um 42 auf nun insgesamt 1.869 Fälle. Im Altkreis Mittweida gab es 29 neue positive Testergebnisse (4.176). Damit haben sich bislang 11.035 Mittelsachsen nachweislich mit dem Virus infiziert.

Der Inzidenzwerte für den Landkreis Mittelsachsen ist den Angaben des Robert-Koch-Institutes nach auf 317 gesunken. Bundesweit liegt der Kreis damit auf Rang 16, sachsenweit auf Platz sieben.

Die höchste Inzidenz gibt es am Dienstag im Landkreis Meißen mit einem Wert von 492,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

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