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Politik

Höchststand bei Corona-Intensivpatienten

Seit fünf Wochen ist Deutschland im Teil-Lockdown. Der Anstieg der Neuinfektionen scheint gebremst. Die Zahl Intensivpatienten ist dagegen sehr hoch.

Ein Krankenpfleger läuft über einen Flur auf der Intensivstation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erfneut die Schwelle von 4.000 überschritten.
Ein Krankenpfleger läuft über einen Flur auf der Intensivstation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erfneut die Schwelle von 4.000 überschritten. © Symbolbild: Frank Molter/dpa

Berlin. Zum zweiten Mal in Folge hat die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Menschen in Deutschland einen Höchststand erreicht. Zudem wurde mit 483 neuen Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden der zweithöchste Stand seit Ausbruch der Pandemie erreicht, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag mitteilte. Der bisherige Höchstwert war mit 487 Todesfällen am vergangenen Mittwoch registriert worden.

Die Zahl der innerhalb eines Tages von den Gesundheitsämtern an das RKI gemeldeten Neuinfektionen betrug 23.318, wie das RKI mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert bei 21 695 Neuinfektionen gelegen. Damit ist auch knapp fünf Wochen nach Beginn des bundesweiten Teil-Lockdowns kein merklicher Rückgang der Infektionszahlen feststellbar.

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4.051 Menschen waren nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Samstag aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in intensivmedizinischer Behandlung (Stand 5.12., 12.15 Uhr). Das sind 40 mehr als am Freitag, als erstmals die Schwelle von 4.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen überschritten wurde. 60 Prozent der Patienten werden mit dem Tubus - also über einen Schlauch - beatmet.

Sachsen hat mit Abstand die höchste Inzidenz-Zahl

Die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - gab das RKI am Freitag für das gesamte Land mit 135 an. Eine Woche zuvor waren es 137, zu Beginn des Teil-Lockdowns um die 120. Unter den Bundesländern wies nach RKI-Angaben Sachsen mit 280 den mit Abstand höchsten Wert auf, gefolgt von Bayern (172), Thüringen (166), Berlin (159) und Hessen (142). Die geringsten Inzidenzen hatten demnach Schleswig-Holstein (47), Mecklenburg-Vorpommern (49) und Niedersachsen (73).

Insgesamt sind demnach an oder unter Beteiligung einer Infektion mit Sars-CoV-2 18.517 Menschen in Deutschland gestorben (Stand: 05.12., 00.00 Uhr). Seit dem Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des RKI insgesamt 1.153.556 Menschen mit dem Virus infiziert.

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Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,10 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

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