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Holzindustrie trotzt der Corona-Krise

Die Firma ist seit fast zehn Jahren in Heidenau und will sich nun wieder erweitern. Sie profitiert von der Stabilität der Mehrheit ihrer Kunden.

Die Holzindustrie ist in zehn Jahren in Heidenau gewachsen und wächst weiter. Auf der Fläche hinten rechts sollen Parkplätze und weitere Hallen entstehen.
Die Holzindustrie ist in zehn Jahren in Heidenau gewachsen und wächst weiter. Auf der Fläche hinten rechts sollen Parkplätze und weitere Hallen entstehen. © Holzindustrie

Die Holzindustrie Heidenau ist bisher besser als gedacht durch die Corona-Krise gekommen. Die Firma, die Verpackungen für diverse Einzel- und kleine Teile bis hin zu großen Maschinen herstellt, spürt zwar die Reisebeschränkungen. Nicht direkt, aber über die Kunden. "Maschinenbaumonteure dürfen nicht in die Länder einreisen, um dort die gekauften Maschinen-und Anlagen aufzubauen", sagt Vertriebs- und Kundenservice-Leiter Mike Auris. Ein weiterer Grund ist die in diesen Ländern unübersichtliche Wirtschaftslage aufgrund von Corona. Die Folge ist das Abwarten bei Investitionen.

Grundsätzlich schätzt aber die Holzindustrie nach den traditionellen Jahresendgesprächen mit den Kunden das nächste Jahr grundsätzlich positiv ein. Etwa zehn Prozent rechnen demzufolge mit mehr Aufträgen, 15 Prozent mit etwas weniger. Die meisten aber gehen von einer etwa gleichbleibenden Auftragslage aus, was sich dann auch bei der Holzindustrie so durchschlägt.

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Etwa 15 Prozent der Kunden können noch nicht einschätzen, wie das Jahr 2022 wird, sagt Auris. "Bei vielen liegen Vorbestellungen vor, werden aber noch nicht ausgelöst." Gleichzeitig habe man 2020 einige neue Kunden gewinnen können, die insgesamt positiv auf das neue Jahr blicken lassen.

Parkplätze und noch mehr Hallen

Die Holzindustrie ist optimistisch und hat auch deshalb vor einigen Wochen ein weiteres Grundstück erworben. Es ist rund 15.000 Quadratmeter groß und befindet sich direkt neben dem Standort an der Dresdner Straße in Heidenau im benachbarten Gewerbegebiet Sporbitz. Auf diesem Grundstück sollen Parkplätze für die Mitarbeiter entstehen sowie weitere Hallen gebaut werden. "Eine finale Entscheidung zu diesem Projekt werden wir im neuen Jahr treffen", sagt Auris.

Im März, zu Beginn der Corona-Krise war er deutlich vorsichtiger. Damals hoffte er, dass Kunden wie der Betrieb selbst ihre Geschäftstätigkeit aufrecht erhalten können und ahnte, dass das aufgrund der aktuellen Entwicklung sehr, sehr schwer werden dürfte. Man könne sich nur von Tag zu Tag neu orientieren. Heute schauen Auris und die Holzindustrie schon wieder ein Stück weiter.

Die Holzindustrie wurde 1898 in Dresden gegründet. 2021 ist es zehn Jahre her, dass sie nach Heidenau zog. Seither wächst sie hier Halle um Halle. Die Zahl der knapp hundert Mitarbeiter ist konstant und soll es auch bleiben. Bisher gab es keinen einzigen Corona-Infektionsfall im Unternehmen, heißt es.

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