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Homeschooling: Mehrheit sieht keine Verbesserungen

Im ersten Lockdown haben Schulen im Heimunterricht viel Erfahrung sammeln können. Doch besser läuft es jetzt trotzdem nicht, zeigt eine Umfrage.

Derzeit sind Sachsens Schüler wieder im Heimunterricht gefordert.
Derzeit sind Sachsens Schüler wieder im Heimunterricht gefordert. © Matthias Rietschel

Anfang der kommenden Woche sollen die Abschlussklassen wieder in die sächsischen Schulen zurückkehren, alle anderen Schüler folgen nach den vorgezogenen Winterferien am 8. Februar. Bis dahin sind Schüler, Lehrer und Eltern im sogenannten Heimunterricht gefordert. Doch obwohl alle Beteiligten bereits im ersten Lockdown Anfang 2020 viel Erfahrung damit sammeln konnten, läuft er immer noch nicht reibungslos.

Einige Lehrer und Schüler von Fortschritten sprechen zwar davon, dass sie sich im Vergleich zum ersten Lockdown nun besser für den Heimunterricht gewappnet fühlen, doch dauerhafte technische Probleme bei der Lernplattform Lernsax sorgen nicht nur für Frust bei Kultusminister Christian Piwarz (CDU), sondern vor allem bei Schülern, Lehrer und Eltern für Ärger.

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Auch die Mehrheit der Sachsen findet, dass der Heimunterricht im zweiten Lockdown nicht besser läuft als im ersten Lockdown. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Demnach sagen rund 51 Prozent, dass der Schulunterricht von Zuhause aus derzeit nicht besser läuft als zu Beginn der Corona-Pandemie. Nur rund 14 Prozent erkennen hingegen Fortschritte und bewerten diese zweiten Phase des Heimunterrichts besser als die erste. Rund 35 Prozent der Sachsen können diese Frage nicht beurteilen.

Der Vergleich zu bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt, dass die Sachsen die Fortschritte beim Heimunterricht relativ schlecht bewerten - vielleicht eine Folge davon, dass andere Bundesländer auf andere Lernplattformen mit weniger technischen Problemen setzen.

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Rund 42 Prozent der Deutschen sehen keine Fortschritte beim Heimunterricht - das sind neun Prozentpunkte weniger als in Sachsen. Hingegen sagen 20 Prozent der Deutschen - also sechs Prozentpunkte mehr als in Sachsen - , dass der Heimunterricht jetzt besser läuft als zu Beginn der Corona-Pandemie. Rund 38 Prozent der Deutschen sagen, dass sie die Frage nicht beurteilen können.

Für die Sachsen-Zahlen der Umfrage beträgt die Stichprobe 360. Für die deutschlandweite Auswertung der Umfrage liegt die Stichprobengröße bei 5.046. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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