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Sachsen

Hunderte Polizisten früher geimpft

Zahlreiche Polizisten haben in Sachsen früher als vorgesehen eine Corona-Impfung erhalten. Impfstoff sei dadurch vor dem Verfall gerettet worden.

In Sachsen sind zahlreiche Polizisten früher als geplant gegen das Coronavirus geimpft worden.
In Sachsen sind zahlreiche Polizisten früher als geplant gegen das Coronavirus geimpft worden. © dpa

Dresden. In Sachsen haben hunderte Polizisten früher als geplant eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag auf Anfrage mitteilte, wurden bisher 391 Beamte geimpft. Die Impfdosen seien den Polizisten an mehreren Tagen kurzfristig vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) angeboten worden, um den Impfstoff vor dem Verfall zu retten. Deshalb habe man das Angebot angenommen. Zuvor hatten das Magazin "Der Spiegel" und andere Medien berichtet.

Das DRK, das in Sachsen die Impfzentren organisiert, bestätigte das Vorgehen. "Oberstes Ziel ist es, keinen Impfstoff verloren gehen zu lassen", erklärte DRK-Sprecher Kai Kranich. Dass im Januar Impfdosen übrig waren, begründete er mit einem Fehler im Buchungssystem. Termine seien doppelt gebucht und dafür doppelt so viel Impfstoff aufgetaut worden. "Wir brauchten eine schnelle Lösung." Polizisten gehören nicht zur Gruppe mit der höchsten Priorität bei der Impfstoff-Vergabe.

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Impfungen: Priorität haben über 80-Jährige

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums haben prinzipiell auch bei der Verteilung von übrig gebliebenen Impfstoff-Dosen die Gruppen mit der höchsten Priorität Vorrang - also über 80-Jährige, medizinisches Personal und ambulante Pflegedienste. Ist der Impfstoff aufgetaut, aber noch nicht fertig zum Spritzen verarbeitet, werden die Dosen über Termine im Buchungssystem vergeben.

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Ist der Impfstoff bereits in der Spritze aufgezogen und droht am Ende des Tages "kurzfristig zu verfallen", können Impfzentren auf eine mit den Kommunen abgestimmte Liste zurückgreifen. Darauf stehen etwa Arztpraxen, aber auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, weil sie zur kritischen Infrastruktur gehören. Im Einzelfall könne von der vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden, hieß es. (dpa)

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