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Dresden

Hygiene-Museum bleibt doch geschlossen

Mit einem Zeitfensterticket sollte das Deutsche Hygiene-Museum ab Dienstag wieder besucht werden können. Steigende Infektionszahlen ändern diesen Plan.

Das Deutsche Hygiene-Museum kann doch nicht wieder ab Dienstag besucht werden.
Das Deutsche Hygiene-Museum kann doch nicht wieder ab Dienstag besucht werden. © Oliver Killig

Dresden. Als erste öffentliche Einrichtung in Dresden verkündet das Deutsche Hygiene-Museum am Montag den Rückzug von den geplanten Öffnungsplänen. Eigentlich hätte das Museum bereits am Dienstag für Besucher mit einem Zeitfensterticket öffnen sollen, nun ist die Wiedereröffnung nach dem monatelangen Lockdown vorerst ausgesetzt.

Grund sei die sich wieder verschlechternde Infektionslage in Sachsen und Dresden. "Nach der gegenwärtig gültigen Corona-Verordnung des Freistaats und der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt ist die mögliche Wiederöffnung der Museen zurückzunehmen, sobald eine 7-Tages-Inzidenz von 100 pro 100.000 Einwohnern an drei aufeinander folgenden Tagen besteht", erklärt das Museum in einer Pressemitteilung.

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"In Anbetracht der in den letzten Tagen anhaltend negativen Dynamik der Pandemie mit entsprechenden Inzidenz-Zahlen (10. März: 58,6; 15.März: 87,6) zeichnet sich ab, dass diese Werte bald erreicht sein werden." Angesichts dieser Entwicklung wäre eine länger andauernde Öffnung des Museums in den Augen der Verantwortlichen äußerst unwahrscheinlich.

"Enttäuschung wäre größer, wenn wir nach nur wenigen Öffnungstagen wieder schließen müssten"

"Unter Schmerzen" habe man sich entschlossen eine Öffnung vorerst auszusetzen, die vermutlich nur drei oder vier Tage hätte andauern können, so Direktor Klaus Vogel. Gegen eine solche Kurzfristlösung sprächen interne organisatorische Gründe, kommunikative Aspekte, aber auch wirtschaftliche Argumente.

"Für unsere Gäste aus nah und fern, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für alle Dienstleister und Partner ist das sicher eine bittere Nachricht. Wir denken allerdings, dass die Enttäuschung noch erheblich größer wäre, wenn wir nach nur wenigen Öffnungstagen abermals in die Schließung gehen müssten", so Vogel.

Lisa Klamka, Kaufmännische Direktorin, macht auf die Tatsache aufmerksam, dass die Vorbuchung von zeitgebundenen Tickets im Falle einer alsbaldigen Schließung komplett rückabgewickelt werden müssten: "Die Frage einer so kurzfristigen Öffnung müssen wir als selbständige Kultureinrichtung auch aus wirtschaftlicher Sicht betrachten. Und schließlich ist es den Mitarbeitern im Aufsichtsbereich schwer zu vermitteln, warum sie nach nur wenigen Tagen wieder nach Hause gehen müssen."

Die Museumsleitung will die Situation aufmerksam verfolgen und das Museum für das Publikum öffnen, sobald sich eine für alle Beteiligten stabile Perspektive abzeichnet und es die gesetzlichen Regelungen erlauben, heißt es.

Besucher, die bereits ein Zeitfenster online gebucht haben, können sich ihre Tickets kostenlos rückerstatten lassen, verspricht das Museum. (SZ/dob)

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