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Eventfirma: "Im Frühjahr geht's wieder los"

Torsten Hausdorf, Chef des Freitaler Stageport, hätte allen Grund, wegen Corona pessimistisch zu sein. Doch er hat schon neue Pläne.

Torsten Hausdorf von der Freitaler Veranstaltungsfirma Stageport weiß nicht, wie es weitergeht - aufgeben kommt ihm aber nicht in den Sinn.
Torsten Hausdorf von der Freitaler Veranstaltungsfirma Stageport weiß nicht, wie es weitergeht - aufgeben kommt ihm aber nicht in den Sinn. © Egbert Kamprath

Neben einigen anderen hat die Veranstaltungs-Branche hat am stärksten mit den Corona-Beschränkungen zu kämpfen. Events wie Konzerte, Festivals und Märkte dürfen nicht stattfinden.

Viele Mitarbeiter dieses Bereiches leben nun vom Kurzarbeitergeld - wie auch einige der 18 Angestellten der Freitaler Firma Stageport, welche unter anderem Rammstein- und Depeche-Mode-Konzerte sowie den Weihnachtsmarkt rund um die Dresdner Frauenkirche technisch begleitete. Doch Geschäftsführer Torsten Hausdorf bleibt optimistisch. Gegenüber Sächsische.de sagt er: "Wir stehen mit Kollegen in engem Kontakt und suchen gemeinsam nach Lösungen, auch perspektivisch, um künftig Projekte unter diesen Umständen anbieten zu können. Projekte, die vielleicht nicht mehr auf Massenveranstaltungen hinauslaufen." Näher will Hausdorf derzeit nicht darauf eingehen, weil die Ideen noch nicht ausgereift seien.

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100-Jahr-Feier von Freital lässt hoffen

Mit der Stadt Freital würden derzeit Verhandlungen über mehrere Veranstaltungen zur 100-Jahrfeier stattfinden, erzählt Hausdorf: "Der Tag der Sachsen wurde zwar abgesagt, doch die 100-Jahr-Feier soll über das ganze Jahr hinaus mit kleinen Events gefeiert werden und wir dürfen einige Projekte begleiten." Schon zu Beginn des kommenden Jahres sei für die Freitaler ein kleines Highlight geplant, aber: "Da überlasse ich der Stadtverwaltung den Vortritt, dies bekanntzugeben. Lassen Sie sich überraschen", sagt der Stageport-Chef.

Für 2021 würde es bereits vorsichtige Anfragen von Kunden geben. Zum Beispiel sei eine große musikalische Veranstaltung in Leipzig geplant. Wegen der Corona-Krise würden aber alle Anfragen mit der Frage enden, ob und wie von Aufträgen bei einer Absage umgegangen werde.

Am kommenden Wochenende werden die Stageport-Mitarbeiter beim Aufbau der Schneeanlage in Dresden mithelfen. Am 19. und 20. Dezember werden die besten Langläufer beim FIS Skiweltcup am Elbufer um Medaillen kämpfen. Stageport installiert dafür unter anderem die LEDs für die Bandenwerbung und hilft, den Schnee auf die Piste zu bringen.

Derzeit werden auch Aufträge im Dynamostadion Dresden ausgeführt. Dort helfen die Stageport-Mitarbeiter beim Auslegen des Rollrasens. "In diesem Zusammenhang haben wir auch einen Folgeauftrag für das Berliner Olympiastadion erhalten und werden dort auch beim Rollrasenauslegen helfen."

Überbrückungshilfe in Freital angekommen

Das Projekt "Lichterhausen", das während der Weihnachtszeit vom Kinderspiele-Paradies "Oskarshausen" in Freital geplant war, liegt - wie vieles andere - auf Eis. Torsten Hausdorf sagt aber: "Wir warten auf Tag X und sind bereit, dann wieder voll in unsere Arbeit zu starten. Ich denke, im Frühjahr wird sich die Situation rund um Corona wieder etwas entspannen, wie im letzten Jahr, und dann können wir auch wieder Veranstaltungen begleiten."

Die Überbrückungshilfe II der Bundesregierung für Unternehmen sei bei Stageport inzwischen angekommen. Damit konnten zumindest Fixkosten wie Leasingraten beglichen werden. "Das hilft ein bisschen", sagt Hausdorf. Einige seiner Mitarbeiter haben bereits angekündigt, dass sie das Unternehmen im Frühjahr 2021 aus finanziellen Grünen verlassen müssen. "Ich kann sie verstehen, denn lange können die Menschen nicht vom Kurzarbeitergeld leben. Aber sobald es wieder losgeht, suche ich dann eben neue Mitarbeiter." Aufgeben käme nicht in Frage: "Wir passen uns der Situation an und halten durch."

In diesem Jahr war der Umsatz des Unternehmens zum Teil um bis zu 95 Prozent eingebrochen.

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