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Mittelsachsen: Immer mehr Corona-Erkrankte in Kliniken

Fast alle Coronazahlen steigen kontinuierlich. In einer Woche hat sich die Patientenzahl fast verdoppelt.

Von Cathrin Reichelt
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Die Zahl der positiven PCR-Tests steigt in Mittelsachsen immer schneller.
Die Zahl der positiven PCR-Tests steigt in Mittelsachsen immer schneller. © Symbolfoto/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mittelsachsen. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes meldet am Montag 82 positive PCR-Tests. Damit stehen in Mittelsachsen nun insgesamt 28.482 Fälle zu Buche. Das sind 1.136 mehr als vor einer Woche und 3.273 mehr als vor einem Monat.

Auch die Patientenzahl in den Kliniken des Landkreises hat sich enorm erhöht. Auf den Normalstationen werden derzeit 63 Personen und damit sechs mehr als am Sonntag behandelt. Eine Woche zuvor waren es 34 und am 1. Oktober drei Patienten.

Intensivmedizinisch werden neun Frauen und Männer (+1) betreut. Vor einer Woche haben vier Personen diese Behandlung benötigt und vor einem Monat einer.

Nur noch wenige freie Intensivbetten

Im Cluster Chemnitz, zu dem Mittelsachsen gehört, sind auf den Normalstationen 337 und damit 79,1 Prozent der für Corona-Patienten zur Verfügung stehenden Betten belegt. Auf den Intensivstationen sind es 65 und somit 89 Prozent der Betten.

Die Inzidenz lag laut Robert-Koch-Institut zum Wochenanfang in Mittelsachsen bei einem Wert von 353,3. Vor vier Wochen stand noch ein Wert von 89,2 zu Buche. Bei den kreisfreien Städten und Landkreisen des Freistaates liegt Mittelsachsen damit auf dem Negativplatz vier. Im Sachsendurchschnitt beträgt der Wert 291,6.

Öffnung der Impfzentren schwierig

Aufgrund der steigenden Zahlen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder aufgefordert, ihre erst vor einem Monat geschlossenen Impfzentrum wieder zu öffnen. „Doch einfach mal so das Licht wieder anknipsen, funktioniert nicht“, sagt der Sprecher des DRK-Landesverbandes Kai Kranich.

Alle Impfzentren im Freistaat Sachsen – und somit auch das am Simmel-Markt in Mittweida – seien zurückgebaut. „Wir haben kein Impfzentrum in Stand-by“, so Kranich. Alle Liegenschaften seien wieder an die Eigentümer übergeben worden. „Und die Mitarbeitenden sind in ihre ursprünglichen Berufe zurückgekehrt“, erklärt der Sprecher.

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Zwar seien alle Utensilien, die zum Betrieb eines Impfzentrums nötig sind, eingelagert, und es ließe sich einrichten damit wieder ein solches zu eröffnen. Dabei blieben aber die Fragen offen, wo und stünde dafür medizinisches Personal zur Verfügung. Kranich verweist auf die drei mobilen Impfteams des DRK, die weiterhin unterwegs sind und im Durchschnitt 100 Spritzen pro Tag verabreichen.