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Impfbus für Altenberg wieder abgesagt

Wegen des Impf-Stopps für Astrazeneca hat das Deutsche Rote Kreuz alle Erstimpfungen in Sachsen gestrichen - die zweite Absage für Altenberg.

Die Astrazeneca-Impfdosen bleiben erst mal in der Flasche. Das DRK nimmt derzeit keine Impfungen damit vor.
Die Astrazeneca-Impfdosen bleiben erst mal in der Flasche. Das DRK nimmt derzeit keine Impfungen damit vor. © xcitepress

Der DRK-Impfbus und Altenberg haben kein Glück miteinander. Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montagnachmittag einen Impf-Stopp für Astrazeneca verhängte, muss nun auch der sächsische Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes all seine Impfaktivitäten auf Eis legen: "Bis Montag, den 22. März, nehmen wir keine Erstimpfungen in Sachsen vor", sagt DRK-Pressesprecher Kai Kranich: "Das betrifft natürlich auch den Impfbus in Altenberg."

Die Über-80-jährigen im Raum Altenberg konnten sich für den kommenden Freitag Impftermine geben lassen, geimpft werden sollte im Europark. Doch wann das nun tatsächlich geschehen kann, ist noch nicht klar. Sachsen hat derzeit nur noch die Biontech-Impfdosen, die es für die Zweitimpfungen braucht. "Sie werden auch ausschließlich dafür aufgebraucht", sagt Kranich.

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22 Corona-Fälle im Raum Altenberg

Anfang März gab es bereits einen Anlauf der Stadtverwaltung Altenberg, den Impfbus nach Altenberg zu dirigieren. Damals gab es eine kurzfristige Absage, weil alle verfügbaren Impfteams des DRK im Vogtland eingesetzt werden sollten.

Am Dienstagnachmittag meldete das Gesundheitsamt Pirna 22 Corona-positive Fälle für den Raum Altenberg. "Die Absage der Impftermine ist für uns eine verheerende Nachricht", sagt Marcel Wiesenberg vom Bürgerbüro Altenberg, der bereits das Corona-Testzentrum in der Grenzstation Zinnwald mit organisierte.

Vertrauen in Impfstoff von Astrazeneca schwindet

"Zum einen wird nun wieder nicht geimpft, zum anderen schwindet das Vertrauen in den Impfstoff." Wiesenberg befürchtet, dass viele der Über-80-jährigen auch bei einem Folgetermin nicht mehr bereit wären, sich mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen zu lassen. Welche gesundheitlichen Gefährdungen von diesem Impfstoff ausgehen, will die europäische Arzneimittel-Agentur bis Donnerstag klären.

In der EU und Großbritannien wurden bisher 1,6 Millionen Dosen von Astrazeneca verimpft. In sieben Fällen davon bildeten sich Blutgerinsel, die im Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten. Das entspricht 0,0004 Prozent. Von den bisher 203.555 Corona-Infizierten in Sachsen sind 8.126 gestorben. Das entspricht knapp 4 Prozent.

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