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Impfbus: Test bestanden

Es sind kleine organisatorische Nachbesserungen nötig. Aber es wurden mehr Senioren geimpft als geplant.

In Großhartmannsdorf warten Rentner bei einem Testlauf vor einem rollenden Impfzentrum, einem umgebauten Linienbus, auf die Impfung mit dem Impfstoff gegen Corona von Biontech/Pfizer.
In Großhartmannsdorf warten Rentner bei einem Testlauf vor einem rollenden Impfzentrum, einem umgebauten Linienbus, auf die Impfung mit dem Impfstoff gegen Corona von Biontech/Pfizer. © dpa-Zentralbild

Mittelsachsen. Die Frage, wie der Test des rollenden Impfzentrums in Großhartmannsdorf verlaufen ist, beantwortet René Illig vom DRK Döbeln-Hainichen mit einem Wort: „Super.“

Die Senioren seien sehr dankbar gewesen und hätten sich darüber gefreut, dass ihnen der Weg ins Impfzentrum erspart geblieben ist. Nicht nur einmal habe das Impfteam gehört, dass sich die Frauen und Männer hätten nicht impfen lassen, wenn sie dafür hätten nach Mittweida fahren müssen.

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Genau 130 der 180 über 80-Jährigen, die in Großhartmannsdorf leben, haben am Sonntag im Impfbus die Erst-Immunisierung erhalten. „Einige der restlichen 50 Senioren waren bereits geimpft, andere möchten sich nicht impfen lassen“, sagt René Illig.

Bessere Beschilderung nötig

Das Personal, das mit in Großhartmannsdorf war, habe ausgereicht. Das waren vier Mann Busbesatzung, drei medizinische Fachkräfte und ein Sicherheitsdienst. Auch der Aufbau der Impfstrecke habe prinzipiell funktioniert. „Das ist auch nichts anderes als eine Impfstrecke im Impfzentrum“, meint der DRK-Mann.

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Nur Kleinigkeiten müssten an dem rollenden Impfzentrum nachgebessert werden. Als Beispiel nennt Illig die Ausschilderung zum Bus und zum Wartebereich. Für den muss an den Haltepunkten des Impfbusses ein Gebäude – idealerweise mit Sanitärbereich – zur Verfügung stehen. In Großhartmannsdorf konnten sich die Senioren im Sportlerheim aufhalten, bis sie an der Reihe waren (Sächsische.de berichtete).

Regelmäßiger Einsatz in etwa zwei Wochen

Auch nach dem Test schätzt René Illig, dass es noch bis zu zwei Wochen dauert, bis ein Tourenplan für den Impfbus aufgestellt ist und dieser regelmäßig in Mittelsachsen unterwegs ist.

Zudem sei das DRK Sachsen noch mit dem Freistaat im Gespräch. Denn das DRK Döbeln-Hainichen hat den Niederflurbus zwar gekauft, aber die Finanzierung der nun anfallenden laufenden Kosten ist noch nicht geklärt.

Das rollende Impfzentrum soll in Orten eingesetzt werden, die zum Beispiel ein schlechtes Internet haben, wodurch die Menschen in der Region nur schwer die Möglichkeit haben, einen Termin im Impfzentrum zu buchen. Auch eine ungünstige Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr spielt eine Rolle.

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