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Impfkampagne an Schulen startet

Am Montag kommt ein Impfteam in die Pirnaer Goethe-Oberschule, so der Plan. Wie groß das Interesse ist, ist jedoch nicht bekannt.

Am Montag soll in den Schulen geimpft werden - möglich ist das für Kinder ab zwölf.
Am Montag soll in den Schulen geimpft werden - möglich ist das für Kinder ab zwölf. © dpa/Fabian Sommer

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Bereits am Montag startet die Impfkampagne an den Schulen. Wie Kai Kranich, Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen mitteilte, sind dafür im Landkreis sieben Schulen als Stützpunkte vorgesehen.

In Pirna sind das die Oberschule Johann Wolfgang von Goethe und das Johann-Gottfried-Herder Gymnasium. In Freital kommen die Impfteams in das Weißeritzgymnasium und die Lessing-Oberschule. In Dippoldiswalde ist es das Glückauf-Gymnasium, in Heidenau das Pestalozzi-Gymnasium und in Neustadt die Friedrich-Schiller-Oberschule.

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Jedoch war bis Freitag noch völlig unklar, wie groß die Nachfrage überhaupt ist. In den Schulen wurden in der ersten Schulwoche nach den Ferien Fragebögen dazu ausgereicht. Eltern konnten anonym darin bekunden, ob sie wünschen, dass ihr Kind geimpft wird und sich auch selbst anmelden. Ebenso können Lehrer und alle anderen Angestellten der Schulen das Impfangebot nutzen.

Als erste Station ist die Pirnaer Goethe-Schule am 13. September vorgesehen. Am Dienstag soll im Herder-Gymnasium geimpft werden, am Mittwoch und Donnerstag sind die Impfteams an den beiden Freitaler Schulen.

Allerdings gibt es Zweifel, inwieweit die Impftermine tatsächlich wie geplant durchgeführt werden. Die Schulleiterin des Herder-Gymnasiums, Marion Paßmann, widersprach für ihre Schule der Darstellung und sprach von einer Fehlinformation.

Noch Abstimmungen notwendig

Auch die Auswertung der Fragebögen gestaltet sich offenbar als langsamer Prozess. "Aktuell liegen uns die Zahlen noch nicht vor", teilte Susann Meerheim, Sprecherin des Kultusministeriums, am Freitag mit. Die Schulen hätten zum Schuljahresstart jede Menge zu tun: Test-Durchführung und statistische Erfassung, Schulmaterialien für die Kinder austeilen, die Kinder nach den Sommerferien wieder in Empfang nehmen und die Organisation zu den freiwilligen Impfangeboten zu bewältigen.

"Vor Ort an den Schulen sind die Zahlen bekannt, aber das Einpflegen der Daten braucht eben noch etwas Zeit. Hier drängeln wir – aus den genannten Gründen - die Schulen nicht", so Meerheim.

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Auch beim Deutschen Roten Kreuz konnte am Freitag noch niemand genau sagen, wie viele Impfwillige es gibt. Auch zu den konkreten Abläufen gebe es noch Abstimmungen, so Sprecher Kranich. Fest steht nur, mit welchem Impfstoff die Impfteams ausgestattet sind: "In der Regel wird mit dem mRNA Impfstoff der Firma Moderna geplant. Es kann aber auch der Impfstoff von Biontech/Pfizer zum Einsatz kommen", so der DRK-Sprecher.

Wie das Land Sachsen auf seiner Homepage mitteilt, gilt das Impfangebot für Kinder ab zwölf Jahren. Geimpft werden Kinder und Jugendliche nur bei ausdrücklicher Zustimmung der Eltern.

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