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Impfstart an Mittelsachsens Kliniken

An der Helios-Klinik in Leisnig wurde mit den Impfungen begonnen. Laut Landratsamt gelten 9.200 Mittelsachsen derzeit als rein rechnerisch genesen.

Symbolfoto: Nach und nach starten die Impfungen für die Mitarbeiter der Kliniken in Mittelsachsen.
Symbolfoto: Nach und nach starten die Impfungen für die Mitarbeiter der Kliniken in Mittelsachsen. © dpa

Mittelsachsen. Auch im Landkreis beginnen nun die ersten Impfungen gegen Covid-19. Die Helios-Klinik in Leisnig war eine der ersten Einrichtungen in Mittelsachsen, in denen Mitarbeiter den Impfstoff erhalten haben. Darüber informierte die Klinik am Montag im sozialen Netzwerk Facebook. Sprecherin Juliane Dylus bestätigte den Impfstart.

„Am Montag wurden in der Helios Klinik Leisnig die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft.“ Geimpft werde zunächst Personal des ärztlichen Dienstes sowie der Pflege mit einem hohen Ansteckungsrisiko. „Dazu zählen die Kolleginnen und Kollegen, die auf der Intensivstation, der Notaufnahme oder auf den Isolierstationen arbeiten.“

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Die Priorisierung der Impfungen erfolge auf der Grundlage der vom Bundesministerium für Gesundheit erlassenen Coronavirus-Impfverordnung sowie der Empfehlung der Ständigen Impfkommission in Abstimmung mit den Sächsischen Landesbehörden. „Die Impfung ist für die Mitarbeiter freiwillig“, betonte Dylus.

Krankenhaus in Mittweida startet am 6. Januar mit Impfung

Am Mittwoch, 6. Januar, wird auch das Krankenhaus in Mittweida nachziehen, wie Sprecherin Ines Schreiber informierte. Zuerst dürfen sich unter anderem Pflegekräfte, Ärzte, Reinigungspersonal und Therapeuten aus den Bereichen Pandemiestation, Verdachtsstation, ITS und Notfallambulanz impfen lassen.

Jene gelten laut Schreiber als Mitarbeiter mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko durch direkten Patientenkontakt, das heißt höchster und hoher Priorität gemäß der Paragraphen 2 und 3 der Coronavirus-Impfverordnung. Die Impfungen erfolgten im Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses am Standort in Mittweida.

Eine Pflicht zur Impfung bestehe für das Personal in den medizinischen Bereichen aber nicht. „Es ist die persönliche Entscheidung eines jeden Einzelnen, ob er sich impfen lässt oder nicht“, erklärte Ines Schreiber.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Am Montag wurden in der Einrichtung insgesamt 43 Corona-Patienten behandelt, sechs davon befanden sich nach Schreibers Angaben auf der Intensivstation. Hinzu kamen zehn Patienten, bei denen der Verdacht einer Infektion mit Covid-19 bestand. „Die Intensivkapazitäten sind in den letzten Tagen und Wochen sehr stark ausgelastet. Die normale Regelversorgung bleibt weiterhin deutlich eingeschränkt, es ist aktuell keine Entspannung der Lage zu erkennen“, erklärte die Sprecherin.

Trotz der herausfordernden Situation seien bisher keine Patienten abgewiesen worden. „Wir haben immer eine individuelle Lösung für jeden Patienten gefunden, nur im Ausnahmefall wurden Patienten in eine andere Klinik verlegt.“ Koordiniert wurden jene Verlegungen über die Koordinierungsstelle am Klinikum Chemnitz.

„Die angespannte Lage ist nur mit dem außergewöhnlichen Einsatz unserer Mitarbeiter zu bewältigen – ihnen gebührt unser Dank“, so Florian Claus, Geschäftsführer des Krankenhauses Mittweida.

Klinikum Döbeln klärt Impfbereitschaft ab

Etwas später starten die Impfungen am Klinikum Döbeln, wie Verwaltungsleiter Martin Preißer am Montag sagte. Voraussichtlich ab 11. Januar können sich dort die Mitarbeiter, die laut der Impfverordnung an vorderster Front an den betroffenen Patienten arbeiten, impfen lassen.

Derzeit laufe in der Einrichtung eine Abfrage zur Impfbereitschaft unter der Belegschaft. Jene sei auch der Grund, weshalb erst in der kommenden Woche mit den Impfungen begonnen werde. „Wir haben zunächst wegen der Abfrage gewartet, bis die Mehrheit der Mitarbeiter aus dem Frei oder der Krankheit wieder zurück ist“, erklärte Preißer.

Eine Tendenz in Bezug auf die Impfbereitschaft der Mitarbeiter lasse sich noch nicht abzeichnen. Sobald jedoch der Bedarf ermittelt sei, könne das Klinikum angeben, wie viele Impfdosen benötigt würden. Zugeteilt bekommt die Döbelner Einrichtung den Impfstoff vom Krankenhaus-Cluster am Klinikum Chemnitz.

„Wir stehen schon jetzt in engem Austausch mit Chemnitz“, sagte Preißer. Es sei bereits bekannt, wie viele Impfdosen dem Krankenhaus zur Verfügung gestellt werden können. Indes sei auch das Haus an der Sörmitzer Straße in Döbeln derzeit relativ stark ausgelastet, so Preißer weiter.

Landkreis Mittelsachsen meldet 70 neue Nachweise

Laut der aktuellen Lagemeldung befanden sich am Montag 186 Corona-Erkrankte in einem der mittelsächsischen Krankenhäuser. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, ist um fünf auf 27 gestiegen. Gestiegen ist erneut auch die Zahl der Nachweise im Landkreis.

Die Behörde meldete 70 neue positive Testergebnisse. Damit ist die Gesamtzahl an Covid-19-Nachweisen auf 10.920 gestiegen. Die meisten neuen Fälle gab es im Bereich Mittweida (+36/4.147). Aus der Region Freiberg lagen 22 weitere positive Testergebnisse vor (4.946), in der Region Döbeln ist das Virus bei zwölf weiteren Personen nachgewiesen worden. (1.827).

Nach Angaben von Kreissprecher André Kaiser gelten derzeit 9.200 Mittelsachsen als rein rechnerisch von dem Virus genesen. Eine Meldung über die Genesung liegt dem Gesundheitsamt aber nicht vor. Erfasst werden lediglich die positiven Testergebnisse. Nach 14 Tagen gelten die Betroffenen schließlich als genesen.

Der Inzidenzwert für den Landkreis Mittelsachsen ist am Montag laut Robert-Koch-Institut noch einmal leicht auf 318 gesunken. Im bundesweiten Vergleich lag der Landkreis damit auf Platz 20. Am höchsten war der Wert, nach wie vor im Vogtlandkreis (631,9). Auf Platz zwei lag weiterhin der Landkreis Meißen mit einem Wert von 530.

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