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Helios Leisnig schließt erste Impfrunde ab

Ein Drittel der Mitarbeiter hat die Immunisierung gegen Covid-19 bereits erhalten. Der Landkreis Mittelsachsen meldet über 300 weitere Nachweise.

Die Mitarbeiter der Kliniken haben bisher nach Angaben der Krankenhäuser die Impfungen mehrheitlich gut vertragen.
Die Mitarbeiter der Kliniken haben bisher nach Angaben der Krankenhäuser die Impfungen mehrheitlich gut vertragen. © Sven Hoppe/dpa

Mittelsachsen. Die Helios-Klinik war die erste in der Region Döbeln, die am Montag, 4. Januar, mit dem Impfen von Mitarbeitern gegen das Coronavirus begonnen hatte. Bis Mittwoch haben nach Angaben einer Sprecherin über ein Drittel der Beschäftigten das Serum erhalten. „Damit ist die erste Impfrunde zunächst abgeschlossen“, informierte Juliane Dylus. Die zweite Runde werde am 25. Januar starten.

Zunächst sei die Impfung dem Personal des ärztlichen Dienstes sowie der Pflege mit besonders hohem Ansteckungsrisiko verabreicht worden. Dazu gehörten unter anderem die Mitarbeiter in der Notaufnahme sowie in der medizinischen Betreuung von Covid-19-Patienten und jene, mit engem Kontakt zu gefährdeten Gruppen. Diese Priorisierung richte sich nach der vom Bundesgesundheitsministerium erlassenen Coronavirus-Impfverordnung.

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Am Kreiskrankenhaus in Freiberg haben die Impfungen am 6. Januar begonnen. Täglich würden Ampullen per Kurier aus Chemnitz nach Freiberg transportiert, sagte Dr. Ulrike Träger von der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen GmbH aus Freiberg.

In der hauseigenen Apotheke des Krankenhauses werden die Spritzen schließlich aufgezogen. „Bisher wurden alle Impfungen gut vertragen“, so Träger. Verabreicht wurde das Serum in Freiberg bisher Mitarbeitern aus den Isolierbereichen sowie der Notaufnahme.

Bisher keine Neben- oder Nachwirkungen

Noch bis zur kommenden Woche läuft die erste Impfwelle am Krankenhaus in Mittweida. Neben dem Klinikpersonal erhielten auch Beschäftigte des Unternehmensverbundes den Wirkstoff, sagte Sprecherin Ines Schreiber.

Mit Stand Mittwoch haben sich bereits 156 Mitarbeiter impfen lassen. „Es kann derzeit nicht jeder geimpft werden, beispielsweise wenn aktuell eine Infektion oder sonstige Kontraindikation vorliegt oder sich die Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne befinden“ erläuterte Ines Schreiber.

Sie wies zudem auch darauf hin, dass Mitarbeiter, die bereits nachweislich mit dem Virus infiziert gewesen sind, zunächst auch nicht geimpft werden müssen. Voraussichtlich Ende Januar werden mit dem Verabreichen der zweiten Impfdosis begonnen.

„Von den bisher geimpften Mitarbeitern sind keine Rückmeldungen über Unverträglichkeiten bekanntgeworden. Viele berichteten, dass sie gar keine Neben- oder Nachwirkungen bemerkten“, sagte die Klinik-Sprecherin.

Fast 150 Betroffene im Krankenhaus

Auch am Donnerstag ist die Zahl der neuen Nachweise des Virus im Kreis mit 301 hoch. Die Gesamtzahl an bestätigten Nachweisen ist damit auf 12.751 gestiegen. Die meisten Fälle wurden aus dem Bereich Mittweida gemeldet. Hier gab es einen Anstieg um 127 auf 4.905 Nachweise. Im Altkreis Freiberg wurden 90 neue Infektionen festgestellt (5.528), in der Region Döbeln weitere 84 (2.318).

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Zudem vermeldete der Landkreis 14 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Bei den Betroffenen handelt es sich um acht Frauen sowie sechs Männer zwischen 55 und 98 Jahren. Damit gibt es in Mittelsachsen nun insgesamt 247 Verstorbene in Zusammenhang mit der Pandemie.

Die Zahl der Patienten in den Kliniken liegt bei 148. Das sind zwei Erkrankte mehr als am Mittwoch. Auf eine Beatmung angewiesen waren 21 Personen.

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