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In der Sternwarte Hartha gilt 2-G-Regel

Der Verein startet am Freitag seine Beobachtungsabende. Dafür ist an der Technik einiges modernisiert worden.

Die Mitglieder des Vereins Sternwarte Hartha laden wieder zu Vorträgen und bei klarem Himmel zu Beobachtungsabenden ein.
Die Mitglieder des Vereins Sternwarte Hartha laden wieder zu Vorträgen und bei klarem Himmel zu Beobachtungsabenden ein. © Dietmar Thomas

Hartha. Wie entstehen Polarlichter, und wie ist unser Planetensystem aufgebaut? Diesen und anderen Fragen wollen sich die Mitglieder des Vereins Sternwarte Hartha ab Freitag wieder widmen.

Nachdem im vergangenen Jahr aufgrund des Corona-Lockdowns nur einen Monat lang Vorträge möglich waren (Sächsische.de berichtete), soll die neue Saison möglichst komplett abgespult werden. Der Besuch der Veranstaltungen wird allerdings nach der „2G-Regel“ gehandhabt.

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Das bedeutet, dass der Zugang ausschließlich für vollständig geimpfte und genesene Personen ermöglicht wird. Damit können Abstandsgebot, Beschränkung der Zugangszahlen und Maskenpflicht entfallen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind von den Nachweispflichten befreit.

„Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahmen. Sie dienen dem Schutz der anderen Besucher wie auch dem unserer Vereinsmitglieder, die diese Veranstaltungen in ihrer Freizeit ermöglichen“, heißt es auf der Internetseite der Sternwarte. Die Besucher werden gebeten, sich über eventuelle Änderungen auf der Internetseite zu informieren.

Technik weiter modernisiert

Der Verein will sich am bundesweiten Tag der Astronomie am 16. Oktober beteiligen. „Voraussichtlich wird dieser in Form eines Tages der offenen Tür wie in den vergangenen Jahren stattfinden. Interessenten dafür werden auch hierzu gebeten, sich auf der Webseite zu informieren“, sagte Dieter Köhler, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

In den vergangenen Monaten ist die Technik in der Sternwarte weiter modernisiert worden. So wurde in der Fünf-Meter-Kuppel, die im vergangenen Jahr auf Fernbedienung über das Internet umgestellt worden war, eine Schwachstelle an der Synchronisierung der Bewegung der Kuppel beseitigt.

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Da sich die alte Unterkonstruktion der Kuppel im Laufe dieser fünf langen Jahrzehnte – so lange gibt es die Kuppel nämlich schon – mechanisch etwas gesetzt hatte, war eine Reparatur an der Blechverkleidung erforderlich. „Die dazu erforderlichen Dachklempnerarbeiten wurden von der Firma Tröger-Sanitär-Heizung aus Waldheim perfekt ausgeführt“, sagte Dieter Köhler.

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Das Teleskop in der noch älteren und etwas kleineren Vier-Meter-Kuppel ist regelmäßig im Rahmen der öffentlichen Beobachtungsveranstaltungen im Einsatz. Da der stets brachial einsetzende Antrieb zur Drehung der Kuppel die alte Konstruktion zunehmend stärker beanspruchte, bekam auch dieser Motor eine moderne Steuerung und erlaubt nun sanftes Beschleunigen und Abbremsen. Damit sollte der weiteren Nutzung des optisch hervorragenden Gerätes unter dieser Kuppel für die nächsten Jahrzehnte nichts mehr entgegenstehen, so Köhler.

Nicht nur Kuppel und Teleskop sind in die Jahre gekommen, sondern auch das aktive Personal der Sternwarte wird älter. Deshalb wurde gleich noch eine elektrische Betätigung zum Öffnen und Schließen der Kuppel realisiert. „Dabei konnte nicht auf vorhandene und einsatzbereit übernehmbare Lösungen zurückgegriffen werden“, so Köhler. Die Vereinsmitglieder fanden dennoch eine funktionierende Kombination von moderner Antriebstechnik und klassischem Kuppeldesign.

Vorträge Oktober 2021

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  • 8. Oktober, 19 Uhr: 52 Jahre Apollo Mondprogramm
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  • 22. Oktober, 18 Uhr: Kindervortrag Wie entstehen die Jahreszeiten?; 19 Uhr: Asteroiden
  • 29. Oktober, 18 Uhr: Kindervortrag Planetensystem; 19 Uhr: Der lange Weg in den interstellaren Raum, Teil II

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