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Innerhalb von drei Tagen 1.000 Corona-Fälle in Mittelsachsen

Es gibt erneut mehr als 300 neue positive PCR-Tests. Die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken ist weiter hoch.

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In den vergangenen drei Tagen gab es in Mittelsachsen jeweils mehr als 300 positive PCR-Tests
In den vergangenen drei Tagen gab es in Mittelsachsen jeweils mehr als 300 positive PCR-Tests © dpa

Mittelsachsen. Von Mittwoch auf Donnerstag sind im Landkreis Mittelsachsen 302 positive PCR-Tests registriert worden. Insgesamt sind es jetzt 31.042 Fälle. Damit wurde innerhalb von nur drei Tagen die nächste Tausender-Grenze überschritten.

Eine weitere Person mit einer Corona-Infektion wurde in eines der mittelsächsischen Krankenhäuser eingeliefert. Dort werden jetzt 76 Covid-Patienten behandelt. 16 (+/-0) von ihnen müssen auf der Intensivstation betreut werden.

Die Zahl der Verstorbenen bleibt bei 720. Die Inzidenz ist laut Robert-Koch-Institut minimal auf einen Wert von 531,4 gesunken.

Weihnachtsbaumsetzen, Seniorenfeier und Kleintiermarkt abgesagt

Der Zschaitzer Feuerwehrverein wollte am ersten Advent auf dem Platz vor dem Gerätehaus wieder den Weihnachtsbaum setzen. Das ist für die Zschaitzer und Gäste ein willkommener Anlass, sich in gemütlicher Runde zu treffen. Mit dabei sollte auch die Kindertagesstätte „Waldspatzen“ sein.

„Wir müssen das Weihnachtsbaumsetzen wegen der derzeitigen Corona-Situation absagen. Mit der Leiterin der Kita habe ich schon gesprochen“, sagte Vereinschef Andreas Schubert. Bei der steigenden Inzidenz könnte es der Verein nicht verantworten, ein solches Fest zu organisieren. Diese Entscheidung sei zum Schutz der Gäste und Helfer getroffen worden.

Der Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz kündigte bereits zur Ratssitzung am Mittwochabend an, dass mit einer solchen Absage zu rechnen ist. Auch die Weihnachtsfeier der Senioren, die für Mittwoch, 1. Dezember, geplant war, werde mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen.

Auch der eigentlich für kommenden Sonntag, 14. November, geplante Kleintiermarkt in der Ausstellungshalle in Böhrigen wird wegen der verschärften Corona-Regelungen abgesagt. Darüber informiert der Vorstand des Rassegeflügelzüchtervereins Arnsdorf und Umgebung. Eine Durchführung des Marktes unter der derzeit gültigen 2G-Regelung sei nicht möglich.

Entscheidung zu Weihnachtsmärkten gestaltet sich schwierig

In Döbeln laufen die Vorbereitungen für den 158. Döbelner Weihnachtsmarkt weiter, teilt Stadtsprecher Thomas Mettcher mit. Der Markt soll vom 10. bis zum 12. Dezember auf dem Niedermarkt stattfinden. Bereits ab dem 16. November beginne das Schmücken der Innenstadt. Die Lichterillumination soll wie jedes Jahr zum 1. Advent in Betrieb gehen. Der große Weihnachtsbaum werde am 23. November auf dem Obermarkt aufgestellt.

„Wir hoffen nun sehr, dass es die künftige Corona-Lage erlaubt, unseren Weihnachtsmarkt in der geplanten Form durchführen zu können und, dass damit auch dem verkaufsoffenen Sonntag in den Geschäften am dritten Advent nichts im Wege steht“, so Mettcher.

Auch Hartha hält weiter am Weihnachtsmarkt fest, der für den vierten Advent geplant ist – „vorbehaltlich der Regeln, die dann gültig sind“, sagt Günter Roßberg vom Kulturbetrieb. Denn die derzeitigen Corona-Regeln enden bereits am 25. November, also kurz vor dem ersten Advent. Derzeit erfolgten Absprachen mit denjenigen, die das Programm gestalten würden. Eine Bühne werde es geben, aber keinen Weihnachtsmann.

Auch Tobias Goth, Bürgermeister von Leisnig, ist der Meinung, dass der Durchführung des Weihnachtsmarktes in seiner Stadt nichts im Wege stehe. Die Städte Waldheim und Roßwein wollten über die Situation am Donnerstagabend im Kultur- beziehungsweise technischen Ausschuss beraten.