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Japan hält an Olympia fest

Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, die Spiele abzusagen oder erneut zu verschieben, ist Japans Regierungschef nicht zu diesem Schritt bereit.

Die Vorbereitungen auf Olympia laufen in Tokio nun schon seit Jahren.
Die Vorbereitungen auf Olympia laufen in Tokio nun schon seit Jahren. © AP

Tokio. Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie seine Entschlossenheit zur Ausrichtung der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio abermals bekräftigt. Man werde die Pandemie "so bald wie möglich" unter Kontrolle bringen und die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele und Paralympics fortsetzen, sagte Suga am Montag zum Auftakt einer Parlamentssitzung.

Die Spiele würden als Beweis dienen, "dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat", sagte der Ministerpräsident. Die große Mehrheit der Bevölkerung seines Landes ist laut jüngsten Umfragen jedoch dafür, dass die Spiele abgesagt oder erneut verschoben werden.

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"Sichere und geschützte Spiele"

Wegen der Corona-Pandemie waren die ursprünglich für das vergangene Jahr geplanten Spiele in Tokio auf diesen Sommer (23. Juli bis 8. August) verschoben worden. Inzwischen verhängte die Regierung jedoch für den Großraum Tokio sowie weitere Präfekturen erneut den Notstand, weil die Zahlen der Corona-Neuinfektionen auf immer neue Höchstwerte gestiegen waren. Japan hat bislang mehr als 330.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt und rund 4.500 Tote gemeldet. Damit steht das Land allerdings im internationalen Vergleich noch recht gut da.

13.01.2021, Japan, Tokio: Yoshihide Suga, Ministerpräsident von Japan, spricht bei einer Pressekonferenz. Suga hat wegen wieder deutlich gestiegener Coronavirus-Fälle den Notstand über den Großraum Tokio hinaus auf sieben weitere Präfekturen ausgeweitet.
13.01.2021, Japan, Tokio: Yoshihide Suga, Ministerpräsident von Japan, spricht bei einer Pressekonferenz. Suga hat wegen wieder deutlich gestiegener Coronavirus-Fälle den Notstand über den Großraum Tokio hinaus auf sieben weitere Präfekturen ausgeweitet. © kyodo

Gastgeber Japan und das Internationale Olympische Komitee haben immer wieder bekräftigt, an den Plänen für "sichere und geschützte Spiele" im Juli und August festhalten zu wollen. Suga bekräftigte, dass seine Regierung Vorbereitungen für Impfungen gegen das Virus treffe, damit sie bis Ende Februar beginnen könnten. Japan startet den Impfprozess damit rund zwei Monate später als einige westliche Staaten, da man zuerst noch Tests an Japanern für erforderlich hält.

120 Millionen Impfdosen bestellt

Die japanische Regierung hat einen Vertrag für 120 Millionen Dosen des Pfizer BioNTech-Impfstoffs abgeschlossen. Das wäre genug, um 60 Millionen der 126 Millionen Bürger des Landes bis Ende Juni zu impfen. Auch hat Japan Verträge mit Moderna, AstraZeneca und Novavax. Vorrang sollen medizinisches Personal und ältere Menschen haben. Der 72-jährige Suga will nach eigenen Worten mit gutem Beispiel vorangehen, um jegliche Skepsis in der Öffentlichkeit auszuräumen.

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