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Freibad Gebersbach und Roßwein öffnen wieder

Einen Saisonstart mit 23 Grad Wassertemperatur, das gab es in Gebersbach noch nie. Neu sind aber auch die Corona-Regelungen.

im Roßweiner Bad Wolfstal bereitet Badchef Jens Göhler die Saison vor.
im Roßweiner Bad Wolfstal bereitet Badchef Jens Göhler die Saison vor. © Dietmar Thomas

Roßwein/Gebersbach. Wer sich ab Sonnabend eine Erfrischung gönnen will, der kann das in allen Freibädern der Region. Nach Leisnig und Döbeln öffnen am 12. Juni nun auch die Bäder in Gebersbach sowie Roßwein.

Doch so spontan wie in den vergangenen Jahren wird ein Badbesuch nicht mehr möglich sein. Denn die Corona-Pandemie flaut zwar ab. Trotzdem sind noch eine Reihe von Schutzvorkehrungen zu beachten.

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Roßweins Bäderchef Jens Göhler: „Wir setzen wieder das 2020 erarbeitete Hygienekonzept um“, kündigt er an. Das bedeute unter anderem, dass sich maximal 750 Besucher gleichzeitig auf dem parkähnlichen Gelände im Wolfstal aufhalten dürfen. „Im vergangenen Jahr wurde diese Zahl gerade mal an zwei Tagen erreicht“, sagt Göhler.

Neu hinzu kommt jetzt, dass die Besucher am Eingang ihre Kontaktdaten hinterlassen müssen. Der Badchef hofft, dass die Gäste diesen „Schreibkram“ in Kauf nehmen – genau wie die Kontrolle der drei G: Nur wer getestet, geimpft oder genesen ist, bekommt Zutritt zum Badgelände. Das trifft auch auf Kinder zu. Die dürfen überdies erst ab einem Alter von zehn Jahren allein zum Baden kommen. Jüngere haben nur mit mindestens einer Begleitperson Zutritt.

Schwimmunterricht im Freibad nicht machbar

Dass es gerade an den Wochenenden zusätzlichen Aufwands bedarf, sich einen tagesaktuellen Corona-Test von einer Teststation zu besorgen, das weiß Jens Göhler. Trotzdem muss das Badteam darauf bestehen, dass die Nachweise vorgelegt werden. „Wir haben die Regeln nicht gemacht, wir müssen sie ,nur‘ kontrollieren.“

Wie in Gebersbach beträgt auch in Roßwein die Wassertemperatur im Moment 23 Grad. „Das ist aber nicht immer so. Wegen der Lage am Waldrand ist es morgens häufig frischer, manchmal beträgt die Lufttemperatur kaum mehr als 15 Grad“, so der Badchef.

Das ist einer von mehreren Gründen, weshalb er im Freibad keinen Schwimmunterricht für Kinder anbieten will. Aber es gibt eine Alternative.

Im Freibad Gebersbach ist der Spielplatz neu gestaltet worden. Auch in Roßwein werden neue demnächst Spielgeräte aufgebaut.
Im Freibad Gebersbach ist der Spielplatz neu gestaltet worden. Auch in Roßwein werden neue demnächst Spielgeräte aufgebaut. © Dietmar Thomas

Um den coronabedingten Nachholebedarf in Sachen Schwimmunterricht ein Stück abzubauen, sei entschieden worden, dass das Hallenbad in diesem Jahr erst im Oktober für den regulären Besucherverkehr öffnet. „Den gesamten September soll es ausschließlich fürs Schul- und Vereinsschwimmen genutzt werden können“, so Jens Göhler.

Für die Freibadbesucher hat er noch eine gute Nachricht: Die Preise im Wolfstal bleiben gleich, werden nicht erhöht. Und es gibt keine Vor- und Saisonöffnungszeiten, sondern von Anfang bis Saisonende eine Öffnungszeitzeit: täglich von 10 bis 20 Uhr.

Neuer Spielplatz in Gebersbach

Lutz Iwan, Leiter des Gebersbacher Familienbades, freut sich aufs Wochenende. „Die Wetteraussichten sind sehr gut. So einen super Saisonstart hatten wir lange nicht, sonst mussten wir manchmal beim Anbaden den Glühwein bereitstellen, weil das Wasser nur 14 oder 15 Grad hatte“, sagt er. Am Sonnabend werde es um 10 Uhr gleich mit „vollem Programm“ losgehen – diesmal ohne das offizielle Anbaden.

Auch in Gebersbach müssen die aktuellen Corona-Regeln umgesetzt werden. Besucher müssen am Eingang nachweisen, dass sie getestet, genesen oder geimpft sind. Allerdings könnte es sein, dass diese Nachweispflicht Mitte nächster Woche fällt.

„Für Freibäder gilt das, wenn die Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 35 ist. Diesen Wert hatten wir im Kreis Mittelsachsen am Mittwoch zum ersten Mal erreicht“, so Iwan, „also könnte sich das mit dem Nachweis am Mittwoch nächster Woche erledigt haben.“

Darauf hofft Iwan sehr, denn vor dem Badbesuch erst in eine Stadt oder zu einem Testzentrum zu fahren, könnte viele von einem Badbesuch abhalten – „gerade bei uns im ländlichen Bereich“.

Besucherlimit 2020 nicht einmal überstiegen

Das Hygienekonzept orientiert sich auch in Gebersbach an dem von 2020. „Wir müssen die Besucherzahl auf 300 Personen beschränken, die sich gleichzeitig im Badgelände aufhalten dürfen.

Probleme sieht der Badleiter mit dieser Regelung nicht. „Wir haben diesen Wert im vergangenen Jahr nicht ein einziges Mal erreicht und mussten nie jemanden wegschicken“, sagt er. Überdies zählen in diesem Jahr Geimpfte und Genesene nicht mit. „Wir haben viel älteres Publikum, von denen viele schon vollständig geimpft sind“, so Iwan.

Noch zwei bis drei Wochen warten müssen die kleinen Badbesucher, bis sie den neu gestalteten Spielplatz in Beschlag nehmen dürfen. „Der Rasen wird in den nächsten Tagen eingesät und muss noch anwachsen“, sagt der Badleiter am Mittwoch.

Er freut sich sehr, dass die Mitarbeiter des Waldheimer Stadtbauhofes in den zurückliegenden Wochen die alten Spielgeräte überarbeitet und teilweise durch neue ersetzt haben. Ein Vorteil sei zudem, dass die Nadelbäume, die Spielsand und Untergrund immer wieder verunreinigt hatten, gefällt und durch Laubbäume ersetzt worden sind.

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Am Dienstag geht es im Stadtbad Döbeln im Freien wieder los. Leisnig startet schon am Sonnabend in die Saison.

Geöffnet hat das Freibad in Gebersbach ab Sonnabend an den Wochenenden von 10 bis 19 Uhr und von Montag bis Freitag von 12 bis 1 9 Uhr. Während der Sommerferien ist wie schon in den Vorjahren der Besuch des Bades durchgängig von 10 bis 19 Uhr möglich.

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