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Kamenz: Videotelefonie im Krankenhaus möglich

Im Malteser-Krankenhaus gibt es jetzt zwei Tablets zum Skypen - eine Erleichterung für Patienten und Angehörige.

Vincec Böhmer, Seelsorger am Malteser-Krankenhaus in Kamenz, probiert das Skypen an den neuen Tablets schon mal aus. So können Angehörige jetzt mit ihren Lieben auf der Corona-Station in Kontakt treten.
Vincec Böhmer, Seelsorger am Malteser-Krankenhaus in Kamenz, probiert das Skypen an den neuen Tablets schon mal aus. So können Angehörige jetzt mit ihren Lieben auf der Corona-Station in Kontakt treten. © PR

Kamenz. Im Kamenzer Krankenhaus ist derzeit jeder dritte Patient einer mit Covid-19. Pflegepersonal, Ärzte, Physiotherapeuten, Mitarbeiter von Sozialdiensten und auch der Seelsorger sind oft die einzigen Besucher in den Patientenzimmern der Corona-Station. „Besonders Patienten, die lange bei uns behandelt werden und die eben nicht über ein eigenes Smartphone zur Videotelefonie verfügen, leiden unter der Isolation und dem Fehlen von jeglichem Besuch“, erklärt Krankenhaus-Seelsorger Vincenc Böhmer.

Um Wege zu finden, wie den Patienten geholfen werden kann, steht er im engen Austausch mit seinem Kollegen im Malteser Krankenhaus in Görlitz. Dort werden seit dem Frühjahr erfolgreich Tablets eingesetzt, um per Videotelefonie die Kommunikation zwischen Patienten und Angehörigen zu ermöglichen.

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„Wie im St. Carolus in Görlitz haben wir nun auch im Kamenzer Krankenhaus kurzerhand zwei Tablets zum Skypen eingerichtet“, sagt Vincenc Böhmer. „Wir hoffen, es ist in dieser extremen Situation eine kleine Linderung des aktuell praktizierten sozialen Abstands."

Seelsorger vereinbart eine virtuelle Besuchszeit

Da sich Patienten und Angehörige nicht persönlich begegnen können, liege in dieser Technik eine große Hilfe. So können die Patienten neben dem Hören des vertrauten Menschen am Telefon seine Mimik und Gestik und vielleicht auch ein Lächeln erleben. "Gerade darauf kommt es an, wenn nicht nur Fakten zu besprechen sind, sondern die Menschen füreinander da sein und sich beistehen wollen", findet Vincenc Böhmer.

Wenn Angehörige einen Videoanruf wünschen, können sie die Pflegestation informieren. Diese tritt dann mit dem Krankenhaus-Seelsorger in Verbindung, der eine virtuelle Besuchszeit vereinbart. Dann können Angehörige zu Hause vom eigenen Computer oder Smartphone aus oder auch aus dem Besuchszimmer des Krankenhauses heraus mit dem Patienten sprechen und sich auch sehen. Findet das Gespräch im Krankenhaus statt, stellt die Klinik dafür ein Tablet zur Verfügung. (SZ)

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