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Keine Corona-Neuinfektion im Kreis Görlitz

Am Montag liegen die Zahlen immer niedriger als an anderen Wochentagen. Doch keinen neuen Fall gab es schon lange nicht mehr. Über die Inzidenz gibt es widersprüchliche Angaben.

Auch im Kreis Görlitz wächst die Zahl der Geimpften.
Auch im Kreis Görlitz wächst die Zahl der Geimpften. © Sven Hoppe/dpa

Das gab es seit Anfang Oktober nicht mehr: Labore und Praxen haben am Sonntag dem Kreis-Gesundheitsamt keine neue Corona-Infektion gemeldet. Zwar liegen die Zahlen am Montag immer sehr niedrig, weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Montag vergangener Woche war es deswegen auch nur eine Neuinfektion. Und trotzdem ist es ein gutes Zeichen: Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie im Landkreis Görlitz waren es auch montags bis zu zehn Neuinfektionen.

Der Kreis berechnete Montagmittag die 7-Tage-Inzidenz mit 63 pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen. Vor einer Woche lag sie bei 88. Allerdings: die für Lockerungen ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts in Berlin steigt seit einigen Tagen wieder und lag Montagfrüh bei 69 und damit wie schon am Sonntag nach langer Zeit höher als die Inzidenz des Kreises. Die Unterschiede werden vom Kreis mit dem unterschiedlichen Zeitpunkt der Auswertung begründet. Klar ist aber auch: die Inzidenz vom Kreis wie auch vom RKI lassen Lockerungen im Einzelhandel derzeit nicht zu, weil sie deutlich über der von der Politik angepeilten Marke einer Inzidenz von 35 liegen. Doch bei beiden Quellen stimmt der Trend: Die Inzidenz nimmt ab.

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Am 3. März wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über die Lage sprechen und einen Stufenplan über Lockerungen vereinbaren. Die derzeitige Corona-Verordnung des Freistaates gilt noch bis 7. März. Am 1. März öffnen die Friseure landesweit - ihre Arbeit ist nicht an eine Inzidenz gebunden.

89 Corona-Patienten in Kliniken, ein weiterer Todesfall

89 Menschen werden aktuell stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 17 von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Es handelt sich um einen 65-jährigen Mann aus Niesky. Er ist das 909. Opfer, das mit oder an dem neuartigen Virus verstorben ist.

Knapp 9.000 Menschen im Landkreis einmal geimpft

Bei den Corona-Impfungen haben 8.932 Menschen im Impfzentrum in Löbau oder durch die mobilen Impfteams in Altenheimen bis zum Sonntag eine Erstimpfung erhalten, 3.907 von ihnen sind auch bereits ein zweites Mal geimpft worden. Hinzu kommen noch die Impfungen von Mitarbeitern in Krankenhäusern, die mit Corona-Patienten in Berührung kommen.

In der ersten Gruppe werden die über 80-Jährigen sowie Mitarbeiter von Pflege- und Hilfsdiensten geimpft. Im Landkreis Görlitz leben allein 25.000 über 80-Jährige. Der Kreis erwartet, dass bis Mitte März alle Altenheime durchgeimpft sind. Wann auch alle 80-Jährige, die nicht in Heimen leben, ihre zwei Schutzimpfungen erhalten haben, ist derzeit nicht absehbar.

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