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Keine flächendeckende Impfung von Schülern

Sachsens Impfkommission rät Ärzten, 12- bis 15-Jährige nur unter bestimmten Voraussetzungen gegen Corona zu impfen. Sie nennt zwei Fallgruppen.

Flächendeckende Impfungen für Schüler wird es vorerst nicht geben. Das hat Folgen für den Schulbetrieb.
Flächendeckende Impfungen für Schüler wird es vorerst nicht geben. Das hat Folgen für den Schulbetrieb. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt, Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren nur in Ausnahmefällen zu impfen. Sie sollten nur dann Impfstoff erhalten, wenn Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf vorliegen oder sie an chronischen Krankheiten leiden. Das teilte die Kommission in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung mit.

Zu den chronischen Krankheiten zählen unter anderem Trisomie 21, Immundefekte, Stoffwechselstörungen, Organtransplantationen, Krebs, Herzfehler und Diabetes.

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Die zweite Gruppe, die der Empfehlung zufolge geimpft werden sollte, umfasst Kinder dieser Altersgruppe, die unmittelbaren Kontakt zu Menschen mit Risiko für eine schwere Covid-Erkrankung haben.

In allen anderen Fällen spricht sich die Siko dafür aus, 12- bis 15-Jährige nur nach einer ausführlichen Beratung der Kinder und ihrer Eltern zu immunisieren. Sie fordert die Impfärzte auf, unerwünschte Nebenwirkungen und Komplikationen umgehend zu melden. An die neu zugelassenen mRNA-Impfstoffe müssten hohe Anforderungen bezüglich Sicherheit und Verträglichkeit gestellt werden. Für jüngere Kinder gibt es bisher keine zugelassenen Impfstoffe.

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Die zurückhaltende Empfehlung ist das Ergebnis einer Abwägung zwischen dem Nutzen für die Kinder und dem Risiko einer unerwünschten Wirkung. Kinder seien nach dem aktuellen Stand des Wissens nicht die Treiber der Coronavirus-Pandemie. Die Sars-CoV-2-Infektion führe bei Kindern und Jugendlichen nur in seltensten Fällen zu einer schweren Erkrankung. Demgegenüber stünden unerwünschte Wirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit, die in einigen wenigen Fällen auftreten können. Auch wenn diese unerwünschten Wirkungen temporärer Natur seien und diese Zahlen ähnlich denen seien, die bei einer älteren Kontrollgruppe auftreten, müsse dies bei der Aufklärung im Rahmen der Nutzen-Risiko- Bewertung kommuniziert werden, heißt es in der Empfehlung.

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