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Kritik an neuerlicher Kita-Notbetreuung

In den Kommunen sorgt die Entscheidung für Unverständnis. Vorbereitet auf die Situation sind sie dennoch. Und es gibt Verbesserungsvorschläge.

So wie der Kindergarten an der Schule in Mohorn bleiben die Einrichtungen ab Montag wieder geschlossen. Es findet nur noch eine Notbetreuung statt.
So wie der Kindergarten an der Schule in Mohorn bleiben die Einrichtungen ab Montag wieder geschlossen. Es findet nur noch eine Notbetreuung statt. © Daniel Schäfer

Ab Montag können nur noch Kinder mit Anspruch auf Notbetreuung die Kitas besuchen. Die Verwaltungen der Städte und Gemeinden ermitteln gerade den Bedarf.

Dem Altenberger Bürgermeister schwante bereits letzte Woche nichts Gutes. Die Lockerungen könnten zurückgenommen werden, schrieb er seiner Verwaltung, „Ich würde bitten, dass wir die Notbetreuung in den Horten ab 29. 03. 2021 ins Kalkül ziehen.“

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Entsprechend vorbereitet konnte Jens Reinsch, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten in Altenberg, den Eltern am Donnerstag die Eckdaten der Notbetreuung in Krippe, Kindergarten und Hort ab Montag mitteilen: „Wir haben sie darüber informiert, wer Anspruch auf Notbetreuung hat und welche Öffnungszeiten wir damit abdecken können.“

In größeren Kommunen wie Freital ist es entsprechend schwieriger. Doch auch hier ist die Verwaltung vorbereitet, sieht sich aber mit einer Vielzahl von Fragen durch die Eltern konfrontiert. „Wir haben deshalb auf unserer Internetseite Freital.de Antworten zu den häufigsten Fragen zusammengestellt“, teilt Stadtsprecher Matthias Weigel mit.

Lieber testen statt schließen

Kritik kommt auch von Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU). „Für die Schließung von Hort und Kita habe ich, auch in Anbetracht der vorhandenen Testmöglichkeiten, kein Verständnis. Wir werden alles versuchen, in Abstimmung mit unseren Trägern und im Sinne der Kinder und Eltern, die Kinder auch in der nächsten Woche zu betreuen.“

Auch Thomas Paul (CDU), Bürgermeister von Rabenau, hätte sich wohl einen anderen Weg gewünscht. „Die Schließung ist bedauerlich, aber die Rechtslage lässt mir keine andere Wahl. Ich denke, man hätte für die vier Tage auch eine andere Lösung finden können.“

Besonders deutlich wird Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Er nennt es schlichtweg „Irrsinn“. Und er begründet das auch. Denn ab dem 1. April soll eine neue Corona-Schutz-Verordnung gelten. In dieser wird die Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten nicht mehr mit einem Inzidenzwert verknüpft. Dafür wird das zweimalige Testen pro Woche eingeführt, in den Kitas nur für die Erzieher und ab der Grundschule Lehrer und Kinder. Das ist für ihn auch in Ordnung. Doch die einwöchige Schließzeit dazwischen macht ihn wütend.

Tagesmütter sind von den Schließungen übrigens nicht betroffen, weil sie maximal fünf Kinder betreuen, also sehr kleine, feste Gruppen haben. Sie können alle bei ihnen gemeldeten Kinder ganz normal weiter betreuen. (SZ/sik/tig/web/th/mb)

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