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Kreis Görlitz: Kitas müssen ab Montag schließen

Seit sechs Werktagen liegt der Inzidenzwert für den Kreis Görlitz über 100. Der Freistaat will erst morgen handeln, der Kreis tat es jetzt schon.

Die Kitas im Kreis Görlitz warten auf eine Entscheidung des Freistaates.
Die Kitas im Kreis Görlitz warten auf eine Entscheidung des Freistaates. © Sina Schuldt/dpa (Symbolbild)

Den sechsten Werktag in Folge liegt der 7-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Görlitz beim Robert-Koch-Institut in Berlin über 100. Schon seit Dienstag sind die Bedingungen erfüllt, dass ab nächster Woche Schulen und Kitas geschlossen werden. Da aber die Osterferien ab Sonnabend in Sachsen beginnen, dürfte das für die Schulen keine Auswirkungen haben.

Für die Kitas aber schon. Entscheiden muss das der Freistaat. Dort sind das Sozialministerium, das für die Pandemie-Bekämpfung zuständig ist, und das Kultusministerium, das für Schulen und Kitas das Sagen hat, in Abstimmung. Das bestätigt eine Sprecherin des Kultusministeriums gegenüber SZ. Am Donnerstag soll es eine Entscheidung geben, heißt es weiter.

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Der Kreis nahm das aber in seiner täglichen Corona-Nachricht vorweg und erklärte am Mittwochmittag, dass die Kitas schließen müssen ab Montag. Eine Notbetreuung finde statt.

Sachsen strebt an, dass alle Schulen ab dem 12. April inzidenzunabhängig in den Präsenzunterricht zurückkehren. Dafür sollen Schüler und Lehrer aller Schularten zweimal in der Woche getestet werden. Ob eine solche Regelung auch für die Kitas vorgesehen ist, ist bislang nicht bekannt.

Kommunen für neue Corona-Strategie

Derweil setzt sich der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG), der die Kommunen im Freistaat vertritt, für eine neue Pandemie-Strategie ein. So sollen sich die Maßnahmen künftig nicht mehr am Inzidenzwert ausrichten, sondern an einem neuen Schwellenwert, in den neben der Inzidenz, die Auslastung der Krankenhauskapazitäten, das Infektionsgeschehen in den Altersgruppen, die Impfquote und die Sterberate einfließen. Ergebnis wäre eine Corona-Ampel, die täglich anzeigt, wie die Lage ist.

Zugleich sehen die Vertreter der Kommunen die Möglichkeit, Geschäfte, Hotels und Gaststätten sowie Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen schrittweise wieder öffnen zu können, wenn tagesaktuelle Schnelltests vorliegen. Dazu wollen die Städte und Gemeinden, den Aufbau einer flächendeckenden Testinfrastruktur unterstützen. Auch die Einrichtungen selbst sollten nach Vorstellung des SSG, Schnelltests anbieten.

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Grundsätzlich sollen Schulen und Kitas offen gehalten werden, auch unabhängig von Inzidenzwerten. Tests sollen das absichern, aber auch ein Impfangebot an alle Beschäftigten in Schulen und Kitas. Auch der Vorsitzende des SSG im Kreis Görlitz, der Rosenbacher Bürgermeister Roland Höhne (CDU), unterstützt das Papier des Verbandes.

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