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Kliniken in SOE wieder im Normalbetrieb

Schwere Covid-19-Erkrankungen gibt es zwar weiterhin, aber die Medizin hat die Lage im Griff. Auf den Intensivstationen liegen nun andere Patienten.

Auf den Intensivstationen in den Kliniken hat sich die Zahl der Covid-19-Patienten reduziert.
Auf den Intensivstationen in den Kliniken hat sich die Zahl der Covid-19-Patienten reduziert. © ronaldbonss.com

Ohne Mund-Nasen-Schutz kein Einlass. Die strengen Hygienemaßnahmen gelten in den Krankenhäusern des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zwar unvermindert weiter. Doch hinter den Masken entspannen sich zunehmend die Gesichter der Hunderten Beschäftigten.

Die Zahl der Covid-19-Patienten ist im Vergleich zum Dezember und Januar erheblich zurückgegangen. "Zu Hochzeiten haben wir über 50 Covid-Patienten allein in Sebnitz behandelt. Jetzt sind es nur noch fünf bis zehn", sagt Asklepios-Regionalgeschäftsführer Patrick Hilbrenner. Die SZ beantwortet drei wichtige Fragen um die Lage an den Kliniken.

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Wie viele Covid-Patienten behandeln die Kliniken?

Auch in den Helios-Kliniken in Pirna, Freital und Dippoldiswalde ist die Zahl der Covid-19-Patienten wieder auf dem Niveau von Anfang November, dem Beginn der zweiten Corona-Welle. Deshalb konnten die Corona-Isolierbereiche und die Anzahl der Betten auf der Intensivstation (ITS) für ausschließlich an Covid-19 erkrankte Patienten leicht reduziert werden, teilt Helios auf Nachfrage mit. Es sei aber zu früh, um generell Entwarnung zu geben. "Denn wir wissen derzeit noch zu wenig über die in Deutschland bereits auftretenden Virusmutationen", heißt es.

Die Lage in der Region werde weiterhin täglich beobachtet, damit kurzfristig auf Entwicklungen reagiert werden kann. In Pirna mussten im Dezember mehr als 80 Covid-19-Patienten stationär behandelt werden. Seit drei Wochen sind es weniger als 40. Allerdings sinkt die Zahl seitdem auch nicht.

In Freital und Dippoldiswalde werden aktuell etwa 20 an Covid 19 Erkrankte stationär behandelt. Wie in Pirna waren es zu Hochzeiten der zweiten Corona-Welle mehr als 80.

Patrick Hilbrenner ist noch wenige Tage Asklepios-Regionalgeschäftsführer in Sachsen und übernimmt zum 1. April 2021 die Geschäftsführung des zur Rhön-Klinikum AG gehörenden Klinikums Frankfurt (Oder).
Patrick Hilbrenner ist noch wenige Tage Asklepios-Regionalgeschäftsführer in Sachsen und übernimmt zum 1. April 2021 die Geschäftsführung des zur Rhön-Klinikum AG gehörenden Klinikums Frankfurt (Oder). © RHÖN-KLINIKUM AG

Wie oft wird in Krankenhäusern getestet?

Sowohl Asklepios als auch Helios weisen darauf hin, dass jeder Patient ohne Einschränkung behandelt wird. Niemand müsse befürchten, dass die Infektionsgefahr in Kliniken größer sei als anderswo. Die an Covid-19 erkrankten Patienten werden in streng abgegrenzten Bereichen behandelt, um eine höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, heißt es.

Jeder neue Patient werde getestet. Um möglichst schnell auch ein Ergebnis des genaueren PCR-Tests zu erhalten, hat die Klinik in Sebnitz beispielsweise neue Geräte angeschafft. Innerhalb von 45 Minuten habe man so das Ergebnis, erklärt Hilbrenner. Die Beschäftigten würden ein- bis zweimal die Woche getestet, je nachdem, in welchem Bereich sie arbeiten.

Weshalb sind die Intensivstationen trotzdem ausgelastet?

Die Zahl der freien Intensivbetten in Krankenhäusern steigt wieder. Laut Divi-Intensivregister wurde am Dienstag, 9. März, an den Kliniken in Sebnitz und Pirna im Normalbetrieb gearbeitet. In Freital war der Betrieb an dem Tag teilweise eingeschränkt, was die Kapazität an Intensivbetten angeht. In Dippoldiswalde und in der Hohwald-Klinik waren keine freien ITS-Betten verfügbar.

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