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Kliniken in Mittelsachsen behandeln wieder mehr Corona-Patienten

Über deren Impfstatus geben drei Krankenhäuser keine Auskunft. Im Landkreis liegt die Impfquote bei 58,4 Prozent.

In den Kliniken des Landkreises Mittelsachsen werden derzeit 31 Corona-Patienten behandelt.
In den Kliniken des Landkreises Mittelsachsen werden derzeit 31 Corona-Patienten behandelt. © dpa/Fabian Strauch

Mittelsachsen. Im Landkreis Mittelsachsen sind 58,4 Prozent der 300.343 Einwohner gegen Covid-19 geimpft (Stand 11. Oktober). Dabei haben 172.281 Personen die Erstimpfung und 175.514 die zweite Impfung erhalten.

Damit ist die Impfquote des Landkreises fast gleich der des Freistaates Sachsen mit einem Wert von 58,3 Prozent. Die Mehrzahl der Corona-Patienten, die stationär behandelt werden, ist zumindest in einer Klinik ungeimpft.

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Im Freiberger Klinikum werden derzeit zehn Covid-Patienten stationär behandelt und zwei davon intensivmedizinisch betreut. Einer der beiden muss beatmet werden. Die Personen sind zwischen 40 und 80 Jahre alt.

Ob die Patienten Vorerkrankungen hatten, sei schwierig einzuschätzen. „Mehr oder minder hat so fast jeder Patient noch ein anderes Leiden, darunter beispielsweise Bluthochdruck oder Demenz“, sagt Ulrike Träger, Sprecherin der Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH in Freiberg.

Geimpfte haben günstigeren Krankheitsverlauf

Von den acht Patienten auf der Normalstation seien 70 Prozent nicht gegen das Coronavirus geimpft. Das treffe auch auf die beiden Patienten auf der ITS zu. „Geimpfte Patienten scheinen einen günstigeren Krankheitsverlauf zu haben“, so Ulrike Träger.

Im Klinikum Mittweida befinden sich fünf an Covid-19 erkrankte Patienten unterschiedlichen Alters, davon zwei auf der Intensivstation. „Aus datenschutzrechtlichen Gründen können wir aufgrund der geringen Patientenzahlen leider keine detaillierteren Auskünfte zum Impfstatus unserer Patienten geben“, erklärt Klinik-Sprecherin Ines Schreiber.

Auch die Helios-Klinik Leisnig macht keine Angaben zum Impfstatus ihrer Patienten. Sprecherin Juliane Dylus teilt lediglich mit: „Derzeit behandeln wir in unserer Klinik sechs Patienten zwischen 59 und 91 Jahren mit einer Covid-19 Erkrankung auf Normalstation.“

Mehr als 150 weitere Corona-Fälle

Das Döbelner Klinikum versorgt aktuell fünf Patienten mit Covid, wovon einer intensivmedizinisch betreut wird. „Alle Patienten gehören zu der Altersgruppe über 65 Jahre“, sagt Verwaltungsleiter Martin Preißer. Auch er äußert sich nicht zum Impfstatus der Personen.

Die Zahl der positiven PCR-Tests ist am Mittwoch in Mittelsachsen auf insgesamt 26.122 gestiegen. Somit gab es im Landkreis 154 weitere Corona-Fälle. Innerhalb der vergangenen 16 Tagen wurden im Landkreis mehr als 1.000 Fälle registriert.

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Nach Informationen des Landratsamtes werden derzeit insgesamt 31 (+1) Personen in einem Krankenhaus behandelt. Sechs befinden sich auf einer Intensivstation. Die Inzidenz lag am Mittwoch laut Robert-Koch-Institut bei einem Wert von 180,4.

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