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"Königin des Winters" empfängt ihre Gäste

Die Botanischen Sammlungen am Landschloss Pirna-Zuschendorf sind wieder geöffnet. Auf die Besucher wartet eine üppige, prächtige Kamelienblüte.

Sie waren mit die ersten Besucher: Maria und Manfred Bartsch aus Pirna bewundern die blühenden Kamelien am Landschloss Zuschendorf.
Sie waren mit die ersten Besucher: Maria und Manfred Bartsch aus Pirna bewundern die blühenden Kamelien am Landschloss Zuschendorf. © Daniel Förster

Sie kommen stets in den schönsten Farben daher, mal weiß, mal rosé, mal rot. Entfacht wird diese Blütenpracht von Kamelien, oft auch als "Königin des Winters" tituliert.

Gewöhnlich eher im Süden beheimatet, beherbergen aber auch die Botanischen Sammlungen am Landschloss Pirna-Zuschendorf unzählige dieser Pflanzen. In fünf Gewächshäusern mit einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmeter gedeihen die teilweise über 100 Jahre alten Kamelien - liebevoll gehegt und gepflegt - und erfreuen alljährlich viele Menschen.

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Doch im vergangenen Jahr blieb ihnen das verwehrt. Wegen des coronabedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 mussten die Kamelien ungesehen verblühen. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung.

Große Hoffnung, dass weiter geöffnet sein darf

Nach dem zweiten Lockdown dürfen die Botanischen Sammlungen seit einigen Tagen wieder öffnen. Geplant ist die Kamelienschau bis 18. April. Matthias Riedel, Chef der Sammlungen, hofft sehr, dass das klappt.

Zurzeit sieht es noch ganz gut aus, das Landratsamt hatte die Öffnung erlaubt. Und das sächsische Umweltministerium teilte Riedel kürzlich mit, dass eine erneute Schließung erst angeordnet werden könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landkreis von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird.

Derzeit liegt er noch unter 100, Sachsen insgesamt inzwischen drüber. Aber der für Sachsen ermittelte Inzidenzwert spiele laut des Umweltministeriums für eine möglicherweise erneute Schließung der Botanischen Sammlungen keine Rolle.

Knospenpracht ist einzigartig

Gerade jetzt gibt es am Landschloss Zuschendorf besonders viel zu sehen. "Die Kamelien blühen natürlich schon, in den oberen sonnigen Schauhäusern auch schon recht üppig", sagt Riedel. Es ist die Hauptblüte, die von Ende März bis Ostern zu erwarten ist.

Dass sich jetzt alles so prächtig zeigt, dazu hat sogar die Corona-Krise beigetragen. Durch die behördliche angeordnete Schließung zur vorjährigen Kamelienblüte hatten die Gärtner unerwartet mehr Zeit für die Pflanzen. Arbeiten wie der Schnitt konnten zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden.

Dies und ein heißer Sommer 2020 sorgten für einen prächtigen Knospenansatz. "Fast möchten wir meinen, dass noch nie unsere alten Kamelien so üppig grün und prall mit Knospen besetzt waren, wie jetzt gerade", sagt Riedel.

Park offen, Schloss noch zu

Weil derzeit aber noch viele coronabedingte Auflagen unpraktikabel sind, entschloss sich Riedel, zunächst nur den 1,2 Hektar großen Schlosspark und die Gewächshäuser zu öffnen. Das Landschloss selbst bleibt noch zu. Da im Schloss die Flächen begrenzt sind, müssten Besucher im Vorhinein Termine buchen. "Das können wir weder technisch und schon gar nicht finanziell leisten", sagt der Sammlungschef.

Im Außenbereich ist hingegen ausreichend Platz. Das Gelände ist so groß, dass rein rechnerisch über 4.000 Gäste am Tag kommen dürften. Laut Riedel sei das aber noch nie der Fall gewesen. Er rechne mit 300 bis 500 Gästen täglich, das seien weniger als 100 zur selben Zeit. Gäste können sich daher direkt an der Kasse anmelden, müssten dort aber ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Spezieller Rundgang mit nummerierten Pfeilen

Jeder, der gesund ist, darf kommen. Laut führender Virologen sei die Ansteckungsgefahr im Freien quasi nicht vorhanden. Die Gewächshäuser sind dauerbelüftet, die Türen stehen immer offen. "Da ist der Luftaustausch sogar schneller als im Freien", sagt Riedel.

Gleichwohl hat er jetzt für die Besucher einen speziellen Rundgang organisiert. Dieser ist mit nummerierten Pfeilen gekennzeichnet. Es gibt nur eine Bewegungsrichtung, so begegnen sich die Gäste nicht.

Weil das Schloss noch zu ist, gelten vorerst Eintrittspreise von fünf, ermäßigt vier Euro. Geöffnet ist dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr, am Ostermontag von 10 bis 16 Uhr.

Riedel rät aber allen potenziellen Besuchern, sich tagaktuell über die Öffnungszeiten zu informieren, damit sich nicht unter Umständen vor verschlossener Tür stehen. Infos gibt es auf der Internetseite.

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