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Sachsen

Köpping will Analyse zur Lage in Heimen

Die Lage in sächsischen Altenheimen ist bedrückend. Mehr als 1.600 Bewohner wurden Opfer der Corona-Pandemie. Das erfordert eine Analyse, sagt Petra Köpping.

Gesundheitsministerin Petra Köpping, SPD, hält eine Analyse der Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen des Freistaates für erforderlich.
Gesundheitsministerin Petra Köpping, SPD, hält eine Analyse der Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen des Freistaates für erforderlich. © dpa

Dresden. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hält eine Analyse der Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen des Freistaates für erforderlich. "Ich bin sehr traurig, dass wir trotz all unserer Bemühungen viele Todesfälle in den Heimen zu beklagen haben", sagte sie am Donnerstag in Dresden: "Diese Tatsache müssen alle Akteure reflektieren, die für den Schutz der Heime zuständig sind. Das sind die Träger der Heime und auch die Gesundheitsämter der Kommunen und Landkreise."

Vorausgegangen war unter anderem unsere Reportage "Corona und die Alten: Was in Sachsens Heimen schiefläuft" zur Lage in Alten- und Pflegeheimen in Sachsen. Seit Beginn der zweiten Corona-Welle wurden schon mehr als 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner aus sächsischen Heimen Opfer der Pandemie - so viele wie in keinem anderen Bundesland.

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"Mir war der Schutz der Alten- und Pflegeheime von Pandemiebeginn an besonders wichtig. Wir haben viele Maßnahmen ergriffen, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen", sagte Köpping und erinnerte an Besuchsverbote, Regeln für den Heimbesuch, Testmöglichkeiten, die Verteilung von Masken und die Priorität für Impfungen in Heimen.

Sachsen hatte im ersten Lockdown Alten- und Pflegeheime für Besucher komplett geschlossen, ab 17. April 2020 wurden Besuche unter Auflagen wieder zugelassen. Heime mussten dafür Konzepte erstellen und bekamen Schutzausrüstungen sowie Informationsblätter, listete das Ministerium auf.

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