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Eine Frage des Vertrauens

Wie Arzt und Patient jetzt miteinander umgehen, zeigt, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen.

© ZB

Krankschreibung per Telefon – das klingt nach einem Freifahrtschein. Doch wer so denkt, denkt zu kurz und unterschätzt die Ärzte. Es wird wie immer Leute geben, die es ausnutzen und sich ein paar Tage bezahlten Urlaub gönnen. Dies herauszufinden, ist das Geschick der Ärzte.

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Es hilft nicht, bei der telefonischen Sprechstunde seine Symptome schlimmer zu machen oder sie herunterzuspielen. Beides ist gleichermaßen unverantwortlich. Denn die Krankschreibung per Telefon ist in erster Linie eine Frage des Vertrauens und der  Verantwortung. Vertrauen in den Arzt, von dem wir erwarten, dass er, obwohl er uns nicht sieht, nichts übersieht. Und es ist seine und unsere Verantwortung, mit der Regelung angemessen umzugehen. Es muss gar nicht Corona sein und wird es bei all den Erkältungen in dieser Zeit hoffentlich auch weiter in den wenigsten Fällen sein, aber auch jegliche andere Ansteckung zu vermeiden, hilft. Jedem Einzelnen und dem System. Das System Arztpraxis entlastet es jedoch nur wenig. Wer in diesen Tagen versucht, einen Arzt anzurufen, merkt das.

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Ärzte finden das Angebot prinzipiell gut. Es entlastet Praxen, Patienten und das System. Dennoch gibt es abweichende Regelungen.

Wer sich dennoch persönlich dem Arzt vorstellen will oder soll, konterkariert das System, wenn er sich sofort auf den Weg in die Praxis macht. Zeitlich mag es fast keinen Unterschied machen, ob man dort auf die Behandlung wartet oder am Telefon auf einen Termin. Doch es ist allemal sicherer für alle. Und genau darum geht es am Ende.

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