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Einfach etwas Achtung

Es braucht mehr als verbale Anerkennung, um diese Zeiten zu überstehen. Doch mit ihr fängt es an. Ein Kommentar.

© dpa

Die Händlerin, die jetzt um ihr Geschäft bangt und zuhause eine weitere Ausbildung als Lehrerin macht. Die Frau, die sich beruflich um Kranke kümmert und deren Schwiegereltern auf der Intensivstation liegen. Die Mutter, deren Sohn Hochrisikopatient ist, die Nichte, die ihren Onkel verloren hat. Der Mann, der beim Paketaustragen lächelt, obwohl er Sorgen hat.

All diese Menschen kenne ich persönlich. Und sie stehen für so viele. Für so viele, denen ich höchste Anerkennung zolle für das, was sie leisten und worüber sie nicht jammern. Jammern tun oft die, deren Luxusblase etwas Luft lässt, die aber keine wirklichen Opfer bringen müssen, wenn man mal von ihrem geplatzten Skiurlaub in Österreich absieht.

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Ich weiß, diese Achtung sichert der Händlerin nicht ihr Geschäft, macht die Schwiegereltern nicht gesund und lässt die Sorgen nicht verschwinden. Und es braucht mehr als verbale Anerkennung, um ihnen allen zu helfen. Aber vielleicht fängt es mit ein bisschen Achtung von Mensch zu Mensch an. Es verändert nicht die Welt, aber ein klein bisschen vielleicht die Welt eines anderen Menschen.

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