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Kreis Görlitz: Bundeswehr zieht weiter

Nach fast vier Monaten an der Neiße werden die Sanitätssoldaten jetzt in anderen Corona-Hotspots benötigt. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis sinkt weiter.

Anfang des Monats besuchte Generalarzt Bruno Most auch das Städtische Klinikum. Hier im Gespräch mit Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch.
Anfang des Monats besuchte Generalarzt Bruno Most auch das Städtische Klinikum. Hier im Gespräch mit Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch. © Martin Schneider

Angesichts der rückläufigen Corona-Pandemie im Landkreis Görlitz verringert die Bundeswehr ihr Engagement.

Zwar hat der Landkreis beantragt, auch nach dem 19. Februar Soldaten als "helfende Hände" im Gesundheitsamt zur Nachvollziehung der Infektionsketten einsetzen zu können, aber aus den Krankenhäusern werden die Soldaten zum 19. Februar abgezogen, damit sie nun in Landkreisen zum Einsatz kommen, die sich zu neuen Corona-Hotspots entwickelt haben. Das sind derzeit noch 76 Soldaten. Sie werden mit einem feierlichen Appell am 17. Februar verabschiedet. Das kündigte am Montag Sozialbeigeordnete Martina Weber vor Journalisten an.

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Tatsächlich belegen die neuesten Zahlen des Kreis-Gesundheitsamtes, dass sich die Lage in den Kliniken deutlich entspannt hat. Über das Wochenende ging die Zahl der stationären Covid-19-Patienten um 24 auf 100 zurück. Das ist der niedrigste Stand seit 2. November. Intensivmedizinisch gepflegt werden von ihnen 18, davon sieben beatmet.

Die Krankenhäuser würden jetzt nach den Worten von Frau Weber langsam wieder zum Regelbetrieb übergehen, aber auch langfristig Betten für Corona-Patienten bereithalten. So haben sich die kreiseigenen Kliniken verpflichtet, in Zittau und Ebersbach (Oberland) zusammen 25 Betten, in Weißwasser 15 Betten für Covid-19-Erkrankte vorzuhalten. Mit den Kliniken in Görlitz wolle nun der Kreis das Gespräch suchen, wie viele Betten sie zur Verfügung stellen.

Kreis stellt seine Statistik um

Nach dem Umstieg auf das Demis-Erfassungsprogramm stellt das Kreis-Gesundheitsamt auch seine Corona-Statistik um. So veröffentlicht die Behörde jetzt die Zahlen bis zum Abend des Vortages. Also am Montag alle Fälle, die bis Sonntagabend gemeldet wurden. Damit hat die Kreis-Statistik jetzt denselben zeitlichen Redaktionsschluss wie die Angaben des Robert-Koch-Instituts. Bislang hatte der Kreis immer alle Fälle bis um 12 Uhr des Tages in seine Statistik einberechnet, also montags alle Fälle bis 12 Uhr am Montag.

Auch gibt der Landkreis statt der Zahl der genesenen Personen jetzt wieder diejenigen an, die in Quarantäne sind. Die Zahl der genesenen Personen war eine Schätzung und beruhte auf dem Ende der Quarantäne, sagte aber nichts über den wirklichen Gesundheitszustand der Betroffenen aus.

Durch die Umstellung wird es zu einer Harmonisierung der Zahlen von RKI und Kreis-Gesundheitsamt kommen. Landrat Bernd Lange erwartet aber keine Deckungsgleichheit. Entscheidend für Lockerungen oder auch Verschärfungen sind nach den geltenden Corona-Verordnungen des Freistaates aber ausschließlich die Zahlen vom RKI.

Nach dem neuen Modus wurde dem Kreis-Gesundheitsamt bis Sonntagabend eine Neuinfektion gemeldet. Die Inzidenz fiel auf 88, beim RKI liegt sie seit Montagfrüh bei 82 - der Unterschied ist also minimal. Unverändert fünf Pflegeeinrichtungen, darunter drei Alten- und zwei Behinderteneinrichtungen, stehen unter Quarantäne.

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Aktuell gibt es drei weitere Todesfälle zu verzeichnen. Es handelt sich dabei um zwei Frauen und einen Mann im Alter von 83 bis 88 Jahren. Die Zahl der im Landkreis Görlitz im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen erhöht sich auf 884.

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