merken
PLUS Görlitz

Kreis Görlitz: Dritthöchste Inzidenz in Sachsen

Die Inzidenz steigt seit sechs Tagen. Trotzdem gibt es ab heute weiter Lockerungen für alle Geschäfte und deren Kunden.

Die jetzt möglichen Lockerungen im Landkreis Görlitz stehen alle in Verbindung mit einem negativen tagesaktuellen Test.
Die jetzt möglichen Lockerungen im Landkreis Görlitz stehen alle in Verbindung mit einem negativen tagesaktuellen Test. © Dietmar Thomas

Während die Inzidenzzahlen im Bundesdurchschnitt weiter sinken, steigen sie im Landkreis Görlitz seit sechs Tagen. Die Steigerungen sind nicht gewaltig, aber eine Inzidenz von unter 50 ist wieder ein Stück in die Ferne gerückt.

Das Berliner Robert-Koch-Institut gab die 7-Tage-Inzidenz am Montagmorgen für den Landkreis Görlitz mit 62,1 an. Das ist nochmals höher als am Sonntag, als der Inzidenzwert auf 60,9 gestiegen war. Der bisherige Tiefpunkt nach der dritten Welle war am Mittwoch mit Pfingsten, als die Inzidenz bei 25 lag. Das scheint aber ein statistischer Effekt aus weniger Tests über Pfingsten und verzögerter Übermittlung von Neuinfektionen gewesen zu sein.

Anzeige
Arnsdorf sucht Persönlichkeiten
Arnsdorf sucht Persönlichkeiten

Das Team des renommierten Sächsischen Krankenhauses für Psychiatrie und Neurologie freut sich auf tatkräftige Verstärkung!

Das bestätigte am Montagnachmittag Landrat Bernd Lange vor Kreisräten im Gesundheitsausschuss. So seien Testergebnisse über Pfingsten nicht nach Berlin gemeldet worden. Stattdessen habe es am Dienstag nach Pfingsten eine geballte Nachmeldung gegeben. Grund waren eingeschränkte Dienstzeiten in den Laboren über die Feiertage. Jedoch versicherte Lange, dass alle infizierten Einwohner sofort nach Vorlage des Testergebnisses informiert wurden, so dass sie sich in Quarantäne begeben konnten. Lange rechnet, wie auch die Görlitzer Gesundheitsamtsleiterin Annegret Schynol, mit einem weiteren Absinken der Inzidenz in den kommenden Tagen. Lange sprach von einem „kontinuierlichen Abwärtstrend“ auch im Landkreis Görlitz.

Lage in Kliniken entspannt sich leicht

Dem Kreis-Gesundheitsamt in Görlitz wurden bis Sonntagabend binnen 24 Stunden nur zwei Neuinfektionen gemeldet. Die von dem Landratsamt berechnete Inzidenz blieb bei 63.

Derzeit werden 71 Menschen stationär wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. 15 von ihnen liegen auf Intensivstationen, 13 sind zwischen 61 und 80 Jahre alt, zwei Patienten zwischen 51 und 60 Jahren. Sechs Patienten werden auf den Intensivstationen noch beatmet.

Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Einwohner des Landkreises, die zu Hause in Quarantäne sind. Es sind noch 464, 196 von ihnen sind mit dem Coronavirus infiziert, 268 sind enge Kontaktpersonen.

Inzidenz Kreis Görlitz: Platz 34 in Deutschland

Görlitz hatte mit dem RKI-Wert am Montagmorgen den dritthöchsten Inzidenzwert in Sachsen. Nur noch der Erzgebirgskreis (83,6) und der Landkreis Bautzen (65,4) lagen über Görlitz. Deutschlandweit nimmt der Landkreis Görlitz mit der Inzidenz von 62,1 nach Angaben des Robert-Koch-Institutes nun Platz 34 unter mehr als 400 Kreisen und kreisfreien Städten ein. Die Spanne reicht von Landkreis Hildburghausen mit 128,2 bis Landkreis Vorpommern-Rügen mit einer Inzidenz von 4,5.

Trotz des leichten Anstiegs der Inzidenz sind am Montag weitere Lockerungen in Kraft getreten. Die Wichtigste: Einkaufen funktioniert jetzt ohne vorherige Terminbuchung - allein einen negativen und tagesaktuellen Test muss der Kunde vorlegen. Die Geschäfte haben lediglich darauf zu achten, dass es zu keinen Schlangen und übervollen Läden kommt.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Löbau lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Zittau lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Weißwasser lesen Sie hier

Mehr zum Thema Görlitz