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Kreis Görlitz: So wenig wird bislang geimpft

Das mobile Impfteam im Kreis hatte erst zwei Termine in Heimen. Ab diesem Montag soll sich die Zahl der Impfungen aber erhöhen.

Es steht einfach zu wenig Impfstoff zur Verfügung.
Es steht einfach zu wenig Impfstoff zur Verfügung. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Der Impfstart im Landkreis Görlitz in einem Ebersbacher Pflegeheim im Kreissüden gleich nach Weihnachten machte Hoffnung auf eine zügige Impfkampagne. Die Bilder nährten die Hoffnung, dass nun zügig weiter geimpft wird.

Doch so war es nicht. Nach Angaben des Görlitzer ASB hatte das mobile Impfteam bislang zwei Einsätze in Pflegeheimen. Der ASB stellt derzeit das einzige mobile Impfteam im Landkreis, das in Heimen impft. Es besteht aus drei Helfern des ASB, dazu stellt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen einen Arzt und eine Krankenschwester. Während sich Arzt und Schwester um die Aufklärung über die Impfung sowie die Impfung selbst kümmern, leisten die ASB-Helfer organisatorische Unterstützung und erledigen vor allem den Papierkram.

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Der ASB sucht nun weitere Assistenzkräfte und will gern ein zweites Team aufstellen. Es können auch Quereinsteiger sein, jeder wird vom ASB geschult. Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 03581 735103 oder per E-Mail an [email protected] melden.

Neben dem ASB bauen auch die Malteser in Görlitz sowie die Johanniter mobile Impfteams auf. Beate Lemberg von den Maltesern rechnet damit, dass ihr Team spätestens am 20. Januar einsatzfähig ist. Ob es in der Zukunft mehr werden, ist auch von der Finanzierung der Teams durch den Freistaat abhängig. Von den Johannitern war am Freitag der Stand der Vorbereitungen nicht zu erfahren.

Dass der Impfprozess auch im Landkreis so schleppend anläuft, hängt an verschiedenen Faktoren. Zum einen dauert es eine Zeit, bevor die Pflegeheime die Einverständniserklärungen der Bewohner zusammen haben. Zum anderen steht einfach noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Das soll sich aber ändern, bald wird auch ein zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. Und schließlich ist auch noch nicht geklärt, wie viele mobile Impfteams für den Landkreis Görlitz finanziert werden.

Die Lage ist aber im gesamten Freistaat ähnlich. Bis Sonntagfrüh wurden in ganz Sachsen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erst 2.707 Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Die meisten Impfungen mit rund 15.300 erhielten Mitarbeiter von Kliniken und Heimen. Für den Landkreis Görlitz gibt es keine Zahlenangaben.

Wenn ab diesem Montag das Testzentrum in Löbau öffnet, rechnet das DRK Sachsen - das die gesamte Impfkampagne leitet und das Zentrum betreibt - mit 183 Impfungen täglich sowohl im Löbauer Zentrum als auch von dem ASB-Impfteam in den Heimen.

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