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Kreis Görlitz: Öffnen die Schulen am Donnerstag?

Die Voraussetzungen dafür könnten am Dienstag erfüllt sein. Dann entscheidet das Kultusministerium. Und für den Handel könnte es am Sonnabend wieder losgehen.

Schulen im Landkreis Görlitz können auf baldige Öffnung hoffen.
Schulen im Landkreis Görlitz können auf baldige Öffnung hoffen. © kairospress

Die Öffnungen von Schulen und Kitas im Landkreis Görlitz rücken näher.

Am Montag meldete das entscheidende Robert-Koch-Institut in Berlin, dass die 7-Tage-Inzidenz bei 133 liegt und damit den vierten Werktag unterhalb von 165. Bleibt der Inzidenzwert auch am Dienstag unter dieser Marke, liegen nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz die Voraussetzungen für die Öffnung von Schulen im Wechselunterricht und von Kitas vor.

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Demnach könnten die Schulen und Kitas am übernächsten Tag wieder öffnen, das wäre der Donnerstag. Darüber entscheidet das Kultusministerium in Dresden und muss darüber informieren.

Gegenwärtig sind die Schulen weitgehend geschlossen, unterrichtet wird im Home-Schooling-Modus. Nur die Abschlussklassen und die Klassen der Förderschulen sind in den Schulen. Auch in den Kitas herrscht Notbetrieb, hier werden nur Kinder von Eltern betreut, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind wie Handel, Verwaltungen oder bei Versorgungsunternehmen.

Derweil fordert CDU-Landtagsabgeordneter Stephan Meyer die sächsische Landesregierung auf, die Gelder aus dem Bundesprogramm "Aufholen nach Corona" nicht nach Schülerzahlen, sondern nach der Dauer der Schulschließungen zu verteilen. Das würde mehr Mittel für den Kreis Görlitz bedeuten im Vergleich zu anderen sächsischen Landkreisen. "Es ist nachvollziehbar, dass die Belastungssituation für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Görlitz durch die Regelungen der Bundesnotbremse nach wie vor groß ist und sie deshalb eine größtmögliche Unterstützung benötigen", schreibt Meyer in einem Brief an Kultusminister Christian Piwarz.

Inzidenz so stabil tief wie seit Mitte März nicht mehr

Die Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut rutschte bereits am 12. Mai mit 156 erstmals unter die 165er-Marke. Da aber der Feiertag Christi Himmelfahrt und auch der Sonntag als Sonn- und Feiertage nicht als Werktage zählen, entscheidet sich nun alles am Dienstag.

Auch der Einzelhandel kann sich Hoffnungen auf eine baldige Wiedereröffnung im Click & Meet-Modus und mit aktuellem Corona-Schnelltest machen. Hierfür muss die Inzidenz an fünf Werktagen unter 150 liegen, dann könnten die Geschäfte am übernächsten Tag wieder öffnen. Mit dem Montag liegt der Inzidenzwert den zweiten Tag in Folge unter der 150er-Marke, nachdem die Inzidenz am Sonnabend mit 132 das erste Mal unter die 150er-Marke gefallen war. Frühestens am Sonnabend können die Geschäfte damit öffnen. Der Landkreis muss zuvor darüber informieren.

Seit vergangenen Mittwoch liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Görlitz so stabil tief wie seit Mitte März nicht mehr.

Kreis Görlitz mit dritthöchster Inzidenz in Sachsen

So positiv die Entwicklung ist, sachsenweit gehört der Landkreis Görlitz zu den Kreisen mit der höchsten Inzidenz. Nach dem Erzgebirgskreis, der mit 228 deutschlandweit die höchste Inzidenz aufweist, und dem Landkreis Mittelsachsen rangiert der Kreis Görlitz am Montagmorgen auf Platz drei unter den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten. Am anderen Ende der Rangliste liegt die Stadt Leipzig mit nur 56 Fällen in sieben Tagen und 100.000 Einwohnern.

Das Robert-Koch-Institut weist aber auch daraufhin, dass aufgrund des Feiertages bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten ist, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Mit anderen Worten: Die Zahlen könnten zu tief sein und in den nächsten Tagen auch wieder steigen.

Wenige Neuinfektionen, drei weitere Todesfälle

Doch zunächst sinken die Zahlen unter den Stand der Vorwoche. So registrierte das Kreis-Gesundheitsamt bis Sonntagabend fünf neue Corona-Infektionen. Eine Woche zuvor waren es noch elf. Der Kreis berechnete die 7-Tage-Inzidenz am Montag mit 129, also etwas tiefer als das RKI.

Derzeit befinden sich 107 Menschen in medizinischer Behandlung in Kliniken des Landkreises Görlitz, 21 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung, neun von ihnen werden beatmet.

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