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Kreis Görlitz: Schulen auf, Hotels auf, große Hochzeiten

Keine Neuinfektion, die Inzidenz dauerhaft tief - ab Mittwoch werden viele Corona-Auflagen gelockert. Noch aber gilt häufig die Testpflicht.

Seit die Gaststätten wenigstens ihre Außensitze wieder bewirtschaften können, herrscht gleich eine ganz andere Atmosphäre im Kreis Görlitz.
Seit die Gaststätten wenigstens ihre Außensitze wieder bewirtschaften können, herrscht gleich eine ganz andere Atmosphäre im Kreis Görlitz. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Görlitz. Die 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Görlitz liegt am Montagmorgen den fünften Werktag unter 50.

So gab das Robert-Koch-Institut in Berlin den Inzidenzwert mit 21,4 an - unverändert zum Sonntag, aber deutlich niedriger als noch am Montag der Vorwoche. Damals stellten die Behörden 62,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen fest. Seitdem sank der Inzidenzwert deutlich und liegt seit dem 2. Juni unter 50.

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Damit ist die wichtigste Voraussetzung für viele Lockerungen im Kreis Görlitz ab Mittwoch erfüllt. So sieht die geltende Sächsische Corona-Verordnung beispielsweise folgendes vor:

  • Schulen und Kitas kehren zum Normalbetrieb zurück
  • Gaststätten können Gäste in Innenräumen bewirten, die Kontakte werden erhoben, Test ist nötig, wenn Personen aus mehreren Hausständen zusammensitzen
  • Hotels öffnen für Touristen, die Kontakte werden erfasst, ein negativer Corona-Test ist zu Beginn des Aufenthalts nötig
  • Zehn Personen dürfen sich privat treffen, Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden dabei nicht mitgezählt
  • Hochzeiten und Beerdigungen können wieder in größerem Rahmen mit bis zu 50 Gästen stattfinden
  • Sportveranstaltungen mit Publikum sind wieder zulässig, ein Corona-Test ist dafür vorgeschrieben, die Kontakte müssen erfasst werden
  • Sport kann in den Turnhallen in Gruppen von bis zu 30 Personen stattfinden, tagesaktueller Corona-Test ist dafür nötig und die Kontakte werden erfasst

Von der Testpflicht ausgenommen sind vollständig geimpfte sowie genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung vorzeigen können, die auf einem PCR-Test beruht.

Ministerium und Landkreis bestätigen Lockerungen

Mittlerweile hat das Kultusministerium die Rückkehr zum Normalbetrieb für Schulen und Kitas in den Landkreisen Görlitz und Bautzen bestätigt. "Aufgrund stabiler Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb von 50 können Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Görlitz und Bautzen ab Mittwoch wieder in den Regelbetrieb zurückkehren", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. "Damit kann wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und ohne Teilung der Klassen stattfinden. Auch in Kindertageseinrichtungen ist wieder ein Regelbetrieb entsprechend der pädagogischen Konzepte möglich." Und auch der Landkreis Görlitz bestätigte die Lockerungen ab Mittwoch dieser Woche.

Die meisten dieser Lockerungen sind aber weiterhin mit Hygieneregeln und einer Testpflicht verbunden. Damit die Testpflicht entfällt, muss der Inzidenzwert 14 Tage unter 35 liegen. Diese Bedingung könnte - wenn der rückläufige Trend bei den Neuinfektionen anhält - im Kreis Görlitz frühestens am Mittwoch, dem 16. Juni, erfüllt sein. Es sei denn, die neue Sächsische Corona-Verordnung legt anderes fest. Sie gilt ab 14. Juni und wird in dieser Woche beschlossen.

Keine Neuinfektionen, drei weitere Todesfälle

Das die Chancen gut stehen für den Wegfall der Testpflicht, machen auch die Zahlen vom Montag vom Kreis-Gesundheitsamt deutlich.

So übermittelten die Labore und Praxen dem Kreis-Gesundheitsamt bis Sonntagabend keine weitere Corona-Neuinfektion. Das war letztmals am Dienstag nach Pfingsten der Fall, was aber statistische Ursachen hatte. Sonst muss man in der Liste der täglichen Neuinfektionen bis zum 22. Februar zurückgehen, um einen Tag ohne Neuinfektionen im Landkreis Görlitz zu finden. Die durch den Landkreis ermittelte 7-Tage-Inzidenz liegt bei 21 - genauso tief wie beim RKI.

Derzeit befinden sich noch 39 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung in medizinischer Behandlung in Kliniken des Landkreises Görlitz. So wenige waren es zuletzt am 29. Oktober. Neun von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.

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