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Kreis Görlitz: Heime sind Mitte April durchgeimpft

Die Impfung der Pflegeeinrichtungen braucht hier länger als anderswo in Deutschland. Doch der Schlusspunkt in Seifhennersdorf ist in Sicht.

Im Pflegestift Oberland ging es los. Hier wurden Ende Dezember die ersten Pflegeheim-Bewohner im Kreis Görlitz geimpft
Im Pflegestift Oberland ging es los. Hier wurden Ende Dezember die ersten Pflegeheim-Bewohner im Kreis Görlitz geimpft © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Während bundesweit davon die Rede ist, dass die Altenheime weitgehend durchgeimpft seien, ist die Lage an der Neiße differenzierter.

Nach neuesten Angaben des Landkreises soll ein Pflegeheim in Seifhennersdorf dasjenige sein, wo die mobilen Impfteams am 11. März den letzten Termin für eine Erstimpfung haben. Zuvor nannte ein Vertreter des Kreises den 10. März vor dem Gesundheitsausschuss am Montag.

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Das heißt aber nicht, dass dann alle Erstimpfungen in den Heimen abgeschlossen sind. Darauf machten auch Angehörige von Bewohnern in Heimen aufmerksam. So können überall Mitarbeiter oder Bewohner ihre Erstimpfung auch nach dem 11. März erhalten. Die Gründe sind vielfältig: Entweder fehlten sie beim ersten Termin oder sind mittlerweile in das Heim eingezogen oder eine Impfung war wegen Quarantäne nicht möglich. In manchen Heimen werden auch die Bewohner von benachbarten Einrichtungen des betreuten Wohnens jetzt erstmals geimpft.

So ist es beispielsweise am 17. März im Görlitzer Burjan-Heim. Dort steht neben dem Heim ein zweites Gebäude des Trägers, in dem betreutes Wohnen angeboten wird, erklärt eine Sprecherin des Kreises. Diese Bewohner, sofern sie älter als 80 Jahre sind, und deren Personal werden jetzt berücksichtigt und erhalten auch ihre Impfung.

Drei bis vier Wochen nach der Erstimpfung kommen die mobilen Impfteams nochmals in die Heime, um die zweite Impfung zu setzen. Zwar gibt es bereits nach der ersten Impfung eine Immunreaktion, der komplette Schutz entfaltet sich aber erst nach der zweiten Impfung. So ist anzunehmen, dass die Impfkampagne in den Altenheimen des Landkreises Görlitz Mitte April weitgehend abgeschlossen ist.

Dass die Durchimpfung der Görlitzer Altenheime längere Zeit als andernorts in Deutschland in Anspruch nimmt, liegt an der Situation hier. Zum einen gibt es besonders viele Heime mit Menschen über 80 Jahre, zum anderen konnten die Impfteams erst in die Heime, wenn sie nach den Corona-Fällen nicht mehr in Quarantäne waren. Und außerdem erhielt der Kreis nur Impfstoff entsprechend seiner Bevölkerungszahl, nicht aber nach der Altersstruktur.

Nach Angaben des DRK Löbau sind bis zum gestrigen Mittwoch insgesamt über 19.400 Dosen im Kreis verimpft worden, darunter sind knapp 5.300 Zweitimpfungen. DRK und Kreis können aber derzeit nicht sagen, wie viele der Geimpften über 80 Jahre alt sind und wie hoch der Anteil der Mitarbeiter aus Krankenhäusern, Pflegeheimen oder von ambulanten Pflegediensten ist.

Insgesamt sind es im Landkreis Görlitz rund 25.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind und als Erste geimpft werden sollen. Allein in den Altenheimen des Kreises leben rund 3.700 Menschen dieser Altersgruppe.

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Da die Bewohner von Gemeinschaftunterkünften stärker gefährdet sind, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, bilden auch die Behinderteneinrichtungen einen Schwerpunkt der Impfstrategie. Pflegekoordinator Matthias Reuter hatte am Montag angekündigt, dass die mobilen Impfteams nach den Altenheimen in die Behinderteneinrichtungen gehen. In einigen davon waren sie aber tatsächlich schon: "Im Katharinenhof in Großhennersdorf fand bereits eine Impfaktion statt", erklärt Reuter, Termine gab es auch schon im Martinshof in Rothenburg, bei den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe des Comeback-Vereins stehen die Termine bereits.

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