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Kreis Meißen: Angst vor der Impfpflicht für die Pflegedienste

Das Meißner Gesundheitsamt muss ab Mittwoch etwa 7.000 bis 9.000 Fälle von ungeimpften Pflegern prüfen. Es kann Beschäftigungsverbote aussprechen.

Von Ulf Mallek
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Ein Betreuer läuft in einem Altenheim mit einer Bewohnerin über den Flur. Die neue Impflicht für Pflegeberufe könnte auch im Landkreis Meißen zu Betreuungsproblemen führen. Doch die Gesundheitsämter haben Spielraum für ihre Entscheidungen.
Ein Betreuer läuft in einem Altenheim mit einer Bewohnerin über den Flur. Die neue Impflicht für Pflegeberufe könnte auch im Landkreis Meißen zu Betreuungsproblemen führen. Doch die Gesundheitsämter haben Spielraum für ihre Entscheidungen. © dpa/Bernd Weissbrod/Archiv

Meißen. Die Meißner Physiotherapeutin ist sich unsicher. Ihr Arbeitgeber hat von ihr den Impfstatus angefordert. Sie besitzt keinen, weil sie sich vor einer Corona-Spritze fürchtet. Doch ab 16. März gilt für sie wie für alle weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen und der Pflege des Landkreises die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ein Bundesgesetz, das der Landkreis Meißen umsetzen muss. Nach einer ersten Schätzung geht das Landratsamt Meißen von etwa 7.000 bis 9.000 ungeimpften Pflegekräften aus. Es legt dabei eine Impfquote von 62 Prozent bei den Betroffenen zugrunde. Der Meißner Physiotherapeutin habe man seitens ihres Arbeitgebers schon mit einem Beschäftigungsverbot gedroht, wenn sie sich nicht impfen lässt, sagt sie.

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