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Kreis Meißen: Inzidenz bleibt über der 200er Marke

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Moritzburg, die niedrigste in Großenhain. Studie: Jungen hatten in der Pandemie stärkere Lerneinbußen als Mädchen.

Von Ulf Mallek
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Masken sind in der Gastronomie für die Servicekräfte selbstverständlich. Für die Gäste gilt 3G und Maskenpflicht außerhalb des eigenen Tisches. Die Inzidenzzahlen im Landkreis Meißen kletterten weiter nach oben und erreichten am Dienstag 214,3.
Masken sind in der Gastronomie für die Servicekräfte selbstverständlich. Für die Gäste gilt 3G und Maskenpflicht außerhalb des eigenen Tisches. Die Inzidenzzahlen im Landkreis Meißen kletterten weiter nach oben und erreichten am Dienstag 214,3. © Marijan Murat/dpa

Meißen. Die hohe Inzidenz im Landkreis Meißen hält weiter an. Am Dienstag beträgt der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für den Landkreis Meißen 214,3 (Vortag: 216,7). Im Vergleich zum Vortag sind 47 weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen hinzugekommen. Seit Beginn der Pandemie gibt es damit bislang 18.794 positiv getestete Personen im Landkreis Meißen. Gegenwärtig befinden sich 758 positiv getestete Personen in behördlich angeordneter Quarantäne, ebenso 161 Kontaktpersonen von positiven Fällen.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 28 Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. Davon werden sechs auf der Intensivstation behandelt. Die Gesamtzahl der bisher im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion Verstorbenen beläuft sich zu gestern unverändert auf 606 Personen.

Foto: Gesundheitsamt Meißen
Foto: Gesundheitsamt Meißen © Gesundheitsamt Meißen
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Von den aktuell 758 aktiven Corona-Infizierten leben die meisten in Radebeul (127). Es folgen Riesa (101), Coswig (77) sowie Meißen (68). Die höchste Inzidenz im Landkreis gibt es in Moritzburg (430,5). Es folgen Klipphausen (358,9), Weinböhla (298,1) und Lommatzsch (270,1). Die geringste Inzidenz weist die Stadt Großenhain auf (49,9). (Stand 25. Oktober). Drei Kitas, drei Pflegeheime, eine Schule, eine Tagespflege und ein ambulanter Pflegedienst melden Corona-Fälle.

Online-Unterricht besser als sein Ruf

Jungen haben durch Distanzunterricht und Online-Angebote während der coronabedingten Schulschließungen stärkere Lerneinbußen erfahren als Mädchen. Dies ist eines der Ergebnisse der detaillierten Auswertung einer Studie aus der Pädagogischen Psychologie an der Goethe-Universität, die bereits im Frühsommer veröffentlicht wurde und bei Kindern und Jugendlichen in der Pandemie starke Lerneinbußen diagnostiziert hatte. Das teilte die Goethe-Universität Frankfurt jetzt mit.

Kinder im Grundschulalter waren durch Distanzunterricht und Online-Angebote während der Pandemie in ihren Lernleistungen besonders betroffen. Jugendliche wiesen vor allem dann Lerndefizite auf, wenn sie aus Haushalten mit niedrigem sozio-ökonomischen Status stammten oder bereits vorher unter Lernschwierigkeiten litten. Fand dagegen systematisch Online-Unterricht statt, waren diese Lerneinbußen weitaus geringer. Auch lernschwache Kinder und Jugendliche profitierten davon. Insgesamt haben Mädchen das Online-Angebot stärker genutzt als ihre gleichaltrigen Mitschüler.